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Mollo/Martin: The Third Cage
(Frontiers Records)


Autor: CF / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

In jeder Musikrichtung gibt es Stimmen de nachhaltig beeindrucken und man erkennt sie einfach immer und überall. Auch gibt es Bands, welche die Fähigkeit haben eben solche Sänger zu finden. Black Sabbath ist so eine Band, denn ich glaube kaum das jemand einen Ozzy Osbourne oder Ronnie James Dio nicht erkennt oder kennt. Für die Fans der Band ist da aber noch ein Sänger, der in einem Atemzug mit den anderen Beiden genannt werden MUSS. Denn auch er hat eine sehr wichtige Phase der Band mit Alben wie “Headless Cross” oder “Tyr” geprägt. Die Rede ist von Tony Martin, den unbekanntesten der großen Drei. Dem Sänger aus dem Triumvirat der Sabbath Fronter dem keine wirklich große Solokarriere vergönnt war.
Hier hat sich der nun auch nicht mehr ganz so junge Herr Martin wieder einmal mit dem italienischen Gitarrenvirtuosen Dario Mollo zusammengetan, mit dem er schon einmal ein Album mit dem Titel “The Cage” zusammen gezimmert hat. Dario Mollo scheint eh ein Faible für Sänger mit wiedererkennbaren Stimmen zu haben, denn er hat auch bereits mit illustren Gestalten wie Glenn Hughes oder Graham Bonnet gearbeitet.
Was erwartet uns denn nun wenn ein britischer Ausnahmesänger auf italienischen Gitarrenhelden trifft? Jedenfalls kein fieser 08/15 Euro Metal Verschnitt, denn die musikalische Klasse der Musiker, als Bassist ist auf “The Third Cage” immerhin auch noch Tony Franklin (ex Blue Murder) vertreten, ist einfach zu hoch um auf diesen ausgetretenen Pfaden zu wandeln. Neben Songs die durchaus an die Black Sabbath Zeiten von Tony Martin erinnern, wie z.B. “Oh My Soul”, also recht dunkel gehalten, mit einer leichten Melancholie versehen sind. Gibt es auch gut gelaunte Hardrock Songs mit einer fast poppigen Melodik. Diese Wechsel innerhalb des Albums halten die Spannung hoch und helfen so ein Stück Musik zu erschaffen, dass selbst nach einer längeren Zeit nicht langweilig wird. Gerade Dario Mollo weiß durch sein abwechslungsreiches Gitarrenspiel zu überzeugen, vielleicht hier und da ein wenig zu sehr von den alten Meistern inspiriert, aber immer mit dem Wunsch eigene Stilelemente zu integrieren beseelt.
Ein weiterer positiver Aspekt von “The Third Cage” ist die Tatsache, dass sich die Musiker einen feuchten Kehricht darum scheren was von ihnen erwartet. So klingt das Album angenehm frisch und motiviert, zwar hier und da ein wenig dünn und zu glatt, aber niemals steril oder ohne Esprit. Zwar gibt es ein zwei Songs die ein wenig im Gesamtkontext abfallen, das verwirrende “Can´t Stay Here” oder auch “Wardance” seien hier als Beispiele genannt, doch im Großen und Ganzen handelt es sich bei “The Third Cage” um ein Album, dass Tony Martin Fans, die es durchaus gibt, absolut begeistern kann. Ich gehe sogar soweit, dass er außerhalb von Black Sabbath bisher noch nichts besseres aufgenommen hat. Daumen hoch…..und es ist immer schön alte Helden mit neuer Stärke zu erleben.

Homepage Dario Mollo
MySpace Tony Martin

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