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Mike Patton: A Perfect Place Tipp

(Ipecac/Soulfood Music)

Autor: schlimm / Wertung: 9,5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Der von Derrick Scocchera in Szene gesetzte Kurzfilm "A Perfect Place" wird musikalisch von keinem Geringeren wie Mike Patton vertont. Letztlich hat Patton die Arbeit sogar so viel Spaß bereitet, dass die Musik glatt länger ausgefallen ist wie der Film. Gut, das filmische Kleinod ist allerdings auch nur knapp 25 Minuten lang. Dieses liegt übrigens ebenfalls dem schön aufgemachten Digi-Pack bei.

Der Streifen selber darf durchaus als Kunst bezeichnet werden. Die schwarzweißen Bilder verleihen dem Werk nicht nur zusätzlich Intensität, sondern auch Authenzität. Man kann die ganze Kiste auch als Neo-Noir Comedy bezeichnen, versehen mit einem Schuss Tragik. Oder wie werde ich eine Leiche los?

Was Patton hier musikalisch vertont hat ist mal wieder die komplette Palette des Wahnsinns. Man hätte keinen Besseren wie den großen Stimmakrobaten dafür auswählen können. Und das, obwohl seine Stimme hier nur bedingt zum Einsatz kommt. Eigentlich auch logisch, denn dies soll ein Soundtrack sein, eine musikalisch Untermalung des Films und dies sind nun mal in der Summe überwiegend Instrumentalstücke. Patton schafft es so mühelos dem Film noch mehr Tiefe zu verleihen, als dieser eh schon hat. Die wahnwitzige Reise nimmt den Zuhörer mit auf eine Fahrt durch sämtliche musikalischen Spielarten. Von Klassik, Barock, Bombast, ja bis hin zum Rock. Es wird hier alles durch den Fleischwolf gedreht und doch passt alles wunderbar zusammen.

Fazit: Mike Patton beweist ein weiteres Mal, dass Musik für ihn eine Kunstform darstellt, die überhaupt keinen Konventionen unterliegt. Er stellt erneut seine Extraklasse unter Beweis. Derrick Scocchera steht dem in absolut nichts nach und so ergibt "A Perfect Place" ein perfektes Zusammenspiel aus Film und Musik. Nein, leichte Kost ist das nicht, aber hier erlebt man diese beiden Genres endlich mal wieder als das was sie sind - Kunst! Danke dafür!

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