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Michael Jackson: The Stipped Mixes
(Motown/Universal)


Autor: schlimm / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Michael JacksonEs war ja klar, jetzt geht es los und die ganzen posthumen Veröffentlichungen werden bald den Markt überschwemmen. Man darf sich gar nicht ausmalen, was da im Weihnachtsgeschäft alles von Michael Jackson rausgehauen wird. Eröffnet wird die Flut u.a. nun mit einer Zusammenstellung seiner Anfänge, die schlicht „The Stripped Mixes“ betitelt wurde. Ausgewählt wurden elf Songs, die mehr oder weniger das Beste dieser Ära darstellen.

Der Titel verrät es ja schon, die Songs wurden bis auf das Gerüst reduziert. Der Fokus liegt hier ganz klar auf dem Gesang von Jackson. In dieser abgespeckten Version funktioniert ein Großteil der Songs erstaunlich gut und die Stücke leben tatsächlich nur von der Stimme. Die musikalische Untermalung ist eher von dezenter Natur. Der Rhythmus wurde natürlich beibehalten womit der Widererkennungswert dann auch vorhanden ist.

Gerade die ruhigen Stücke funktionieren hier erstaunlich gut. „I´ll Be There“ ist allerdings dann doch nicht so „Stripped“ sondern eher ein Remix im Akustikgitarrengewand. „Who´s Loving You“ und ganz besonders „Ain´t No Sunshine“ leben von den Emotionen und der Stimme. Die Jackson 5 Tracks wurden selbstverständlich nicht um die Stimmen der Brüder reduziert, sondern so beibehalten. Die Intensität wird dadurch noch verstärkt. Die Kiste haut allerdings überhaupt nicht bei den Nummern hin, die eigentlich von einer üppigen und tanzbaren Instrumentierung leben. „ABC“ oder „I Want You Back“ geht so doch gehörig die Luft aus.

Fazit: Insgesamt sind die „Stripped Mixes“ schon eine interessante Sache und es ist durchaus hörenswert so manchen frühen Song des Sängers Michael Jackson zu entecken, der jetzt fast nur noch vom Gesang getragen wird. Gerade die eh schon ruhigen Songs kommen dabei prächtig zur Geltung. Dieser Ansatz geht bei den eigentlich schnelleren Tracks zwar in die Binsen, aber insgesamt ist dies eine interessante Zusammenstellung, die sich allerdings mehr für den Fan eignen dürfte und dem Gelegenheitshörer sicher egal ist.

http://www.pure.de/motown_artist_detail/35819-Michael-Jackson

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