Veröffentlichungsweltmeister kann man die Herren von Messiah’s Kiss nun nicht unbedingt nennen, zumindest nicht bezogen auf die Geschwindigkeit mit der ein Release dem anderen folgt. Denn immerhin ist „Dragonheart“ erst die dritte Langrille seit dem „Prayer for the Dying“ Debüt 2002.
Schade eigentlich, dass die Herren um Sänger Mike Tirelli mit neuem Material anscheinend immer eher schwer aus den Puschen kommen, denn zum einen ist die Mucke des Quartetts wirklich gut und eingängig komponiert, zum anderen wird man es trotzdem schwer haben, sich in den Ohren der Fangemeinde zu verankern, wenn man immer wieder für längere Zeit quasi abtaucht.
Nun gut, „hätte, wäre, wenn“ interessiert nicht, es ist wie es ist und in vorliegendem Falle ist es einfach gut, denn es gibt an „Dragonheart“ im Prinzip nämlich nix zu meckern. Es gibt fette Riffs, wuchtige Drums, coolen Gesang mit reichlich Ohrwurmpotential und vor allem schämt sich Georg Kraft nicht, auch mal das ein oder andere Gitarrensolo ausgiebig zu zelebrieren. Das ist definitiv Mucke für die nächste Metalparty, denn hier wird die Nackenmuskulatur permanent stimuliert und etliche Nummer laden zum lautstarken Mitsingen auf Anhieb ein.
Fazit: Irgendwie würde man sich von Messiah’s Kiss etwas mehr Veröffentlichungsfreudigkeit wünschen, vor allem gerade jetzt natürlich, wo einem das neue Material noch deutlich in den Ohren klingt. Aber gut, vielleicht ist „Dragonheart“ wie bereits angedeutet nur so gut, weil man sich eben Zeit lässt. Lassen wir das lamentieren und freuen uns einfach über eine starke Platte, auf der Metal in Reinkultur geboten wird. 10 rohe Drachenherzen!
