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Melanie Fiona: The Bridge
(Universal)


Autor: schlimm / Wertung: 6 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Melanie FionaMit der Single „Give It To Me Right“ konnte die Kanadierin Melanie Hall einen kleinen Erfolg feiern und hier und da in den Charts landen. Als Melanie Fiona debütiert sie nun mit ihrer ersten Langrille, die den Titel „The Bridge“ trägt. Unverkennbar springt sie damit auf den „Soul-Retro-Zug“ auf, vernachlässigt allerdings auch nicht die 80er und 00er Jahre und strickt sich somit ein zeitgemäßes Album zusammen.

Die Single baut ja schon auf Versatzstücken von The Zombies auf. Auch sonst meint man hier an jeder Ecke einen bereits bekannten Song zu hören. Klar, singen kann Melanie Fiona, allerdings hat ihre Stimme auch nicht das gewisse Etwas, um sie aus der breiten Masse abzuheben. Sicher „Ay Yo“ oder „Walk On By“ machen gute Laune und sind eine erfreuliche Alternative zum restlichen Radioprogramm, nur so richtig nachhaltig ist das noch nicht ganz.

Trotzdem klingt hier auch ganz viel nach Abklatsch „Johnny“ geht gar nicht. Eine Mischung aus „Kingston Town“ und „Valerie“. „Sad Songs“ erinnert dann sogar an eine Kinderserienuntermalung der 80er. Ein gewisser Aha-Effekt stellt sich so zwar an jeder Eckes des Albums ein, Eigenständigkeit hört sich aber anders an.

Fazit: „The Bridge“ versucht meiner Meinung nach zu offensichtlich auf einen fahrenden Zug aufzuspringen und lässt doch eine ganze Spur an eigener Identität vermissen. Alles zwar ganz nett im Soul und R&B Bereich verankert und auch ganz nett arrangiert und produziert, aber insgesamt zu wenig um sich aus der Masse abzuheben und leider viel zu viel abgekupfert.

http://www.melaniefiona.com

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