Unter dem Banner Mehida haben sich fünf Finnen versammelt, die gemeinsam ihre Passion für Progressive Melodic Metal frönen wollen. Mit Thomas Vikström (Therion, ex-Candlemass) und dem ehemaligen Sonata Arctica Keyboarder Mikko Harkin kann man dabei sogar gleich zweimal mit richtiger Metalprominenz in den eigenen Reihen aufwarten.
Was die Herren auf ihrem Debütalbum „Blood & Water“ musikalisch bieten, bleibt für meinen Geschmack aber dann doch ein wenig hinter den vollmundigen Ankündigungen und den durch die Besetzung geschürten Erwartungen zurück. Zwar bieten die Herrschaften insgesamt elf Tracks, die durch die Bank sicher nicht schlecht sind, mit guten Riffs, technischen Finessen und guten Gesangslinien aufwarten, aber der ganz große Kracher lässt sich für meine Ohren auf diesem Album nicht ausmachen. Allemal wo derzeit die direkte Konkurrenz in diesem Genre richtige Hammeralben raus haut, wenn ich da nur beispielsweise einmal an die neuen Scheiben von Symphony X und Dream Theater denke. Auch im Bereich Produktion weist vorliegendes Album gegenüber vorgenannten Releases leichte Schwächen auf, was nicht heißt, dass der Sound komplett schlecht ist, aber er häte deutlich fetter ausfallen können, ja sogar müssen.
Fazit: Vielleicht sind meine Ohren im Bereich Progressive Metal gerade etwas zu verwöhnt und man hätte sich für „Blood & Tears“ nur eine besseres Veröffentlichungsdatum aussuchen müssen, aber so haben Mehida halt nur ein gutes, aber eben kein sehr gutes Album – gemessen an den Kollegen desselben Genres – am Start. Sicherlich noch ausbaufähig, 8½ Polarsterne!
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