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Matze Wurm: Truth Is Stranger Than Fiction TIPP

(Eigenproduktion)

Autor: Katze / Kommentare: Bisher keine

Bild von Matze Wurm - Truth Is Stranger Than FictionMit „Truth Is Stranger Than Fiction“ präsentiert uns der Gitarrist Matze Wurm sein Debütalbum. An dieser Stelle wird sich der ein oder andere Leser fragen, ob ihm der Name Matze Wurm etwas sagen sollte. Der Künstler wird es mir verzeihen, aber ich denke Herrn Wurm kennt man nur, wenn man auch eine Band namens Jezebel’s Tower kennt, die zwar in den 90ern durchaus überregionale Bekanntheit erlangen konnten, aber dem breiten Publikum doch eher vorenthalten wurden. Eine andere Möglichkeit, schon einmal Notiz von Matze Wurm genommen haben zu können, haben alle die, die sich intensiver mit der deutschen Art Rock Kapelle Alias Eye beschäftigen, denn dort ist der Gitarrist, der sein Handwerk unter anderem an der L.A. Music Academy studierte, seit kurzem tätig. Allerdings hat er mit dieser Formation bisher noch kein Album eingespielt. Wie dem auch sei, man muss sich nicht mit dem bisherigen Werdegang des Künstlers beschäftigen, um die Qualität des hier gebotenen einschätzen zu können. Und hier herrscht in der Tat Qualität vor, denn hier wird durch die Bank feine, abwechslungsreiche und bisweilen ziemlich anspruchsvolle Musik geboten. Gleich der Opener „Indulging My Passion“ geht mächtig nach vorne, weiß zu gefallen und bietet als reines Instrumental einen flotten allerdings vielleicht auch etwas gewagten Einstieg in dieses Mini-Album. Dabei kommt die Nummer zwar teilweise sehr verfrickelt daher, ohne allerdings zu irgendeinem Zeitpunkt den Bogen zu überspannen. Beim folgenden „The Dream Between Pleasure And Pain“, einer atmosphärischen Midtemponummer, kommt dann das erste Mal der neue Bandkollege von Alias Eye Sänger Philip Griffith ins Spiel, der sich auch für die Texte auf diesem Album verantwortlich zeichnet. Die Nummer zeigt deutlich, dass es bandintern schon heftige gegenseitige musikalische Befruchtungen stattgefunden haben müssen, denn dieser Song könnte sich auch völlig ohne Problem so auf dem nächsten Release er Mannheimer Art Rocker wieder finden. Gleiches gilt auch für das sich anschließende „Lost“, das vor allem von dem gekonnten Gesang Griffith’s lebt, zumal sich die Instrumentierung hier dezent im Hintergrund zurückhält und sich nur an den entsprechenden Soloparts mal in den Vordergrund drängt. „Crossbreeding Snails“ zieht dann allerdings mal wieder etwas am Gashebel und kommt auch insgesamt etwas rauer daher, zumal es sich hier auch wieder um ein reines Instrumental handelt Dabei wird hier ein Feeling verbreitet, das dem in diversen Dream Theater Nummern nicht ganz unähnlich ist. Bei „On My Knees“ steigt wieder der Alias Eye Sänger ein und gleich kommt auch das Songwriting wieder viel ruhiger – hier sogar schon fast balladesk – daher. Eine sanfte Nummer, die allerdings vielleicht etwas zu kurz geraten ist und vor allem am Ende einer merkwürdig anmutenden Ausblendung unterliegt. Mit einem Instrumental begann die Platte, mit einem Instrumental schließt sie dann letzten Endes auch und wie bereits vom bisherigen Verlauf erwartet, fällt auch das abschließende „The Mysterious Meeting Of Mr.Hoss and Mr. Sing“ wieder etwas flotter und vor allem wilder aus. Fazit: Zwar mag Matze Wurm als Gitarrist bisher nur den Allerwenigsten ein Begriff sein, aber das kann sich in Zukunft definitiv noch ändern, denn das auf dem Solo-Debüt „Truth Is Stranger Than Fiction“ gehörte lässt auf weitere Großtaten hoffen. Auf das kommende Alias Eye Album zumindest darf man jetzt wohl mit Sicherheit gespannt sein. Da vorliegende CD nur über eine Laufzeit von knapp 20 Minuten verfügt, reicht das für eine Bewertung nach Punkten zwar nicht aus, aber als ‚Tipp!’ möchte ich das Teil dann doch markieren. Wer die CD erwerben und den Künstler somit unterstützen möchte, kann dies über die unten genannte Homepage tun. Die 10 Euro, die laut meinen letzten Informationen für diese E.P. aufgerufen werden, kann man definitiv als fair und vor allem auch als eine gute Investition bezeichnen!

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