Alter Schwede! Oder wäre im Falle Masterstroke wohl der Ausdruck „Alter Finne!“ eher angebracht? Wahrscheinlich, ist aber auch egal, denn wer will sich schon um Worte streiten (vor allem mit sich selbst), wenn er grade eine volle Ladung astreinen Power Metal auf die Ohren geblasen bekommt?
Denn genau das ist es, was die finnische Combo auf ihrem zweiten Album „Sleep“ bietet. Bereits das Intro „Transision“ lässt Großartiges erwarten und der Opener „Killing Creatures“ bläst dem gespannt lauschenden Hörer dann auch gleich mit knackig-wuchtigen Riffs die Gehörgänge frei. Und auch im weiteren Verlauf der inklusive Intro zehn Titel umfassenden Tracklist schwächeln die Herrschaften zu keinem Zeitpunkt. Hier gibt’s einfach von vorne bis hinten konstant das volle Pfund mittemangs in die Fresse. Die Gitarren duellieren sich in bester Metal Manier, der Bass schiebt ordentlich, die Drums wummern ein wuchtiges Fundament unter die Nummern und Sänger Niko Rauhala beherrscht stimmlich die gesamte Palette von cleanen bis hin zu rau aggressiven Vocals. Die Melodien gehen schnell in die Ohren und bieten ein enormes Sing-Along Potential für Live-Konzerte der Truppe und als ob das alleine noch nicht reichen würde, steht hinter allem eine mächtig fette Produktion, die denn Songs noch einmal einen gewaltigen Extraschub gibt.
Fazit: Natürlich werden auf „Sleep“ musikalisch wie textlich sämtliche (oftmals kitschigen) Power Metal Klischees abgefeiert, aber Masterstroke bekommen es mehr als passabel hin, dass die Scheibe dadurch nicht abgelutscht und staubig klingt. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich schon lange nicht eine Platte dieses Genres so auf Anhieb begeistern konnte wie „Sleep“ und deswegen ganz locker aus dem Stand 10 Punkte!
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