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Mary J. Blige: Reflections – A Retrospective

(Universal / Geffen)

Autor: schlimm / Kommentare: Bisher keine

Bild von Mary J. Blige - Reflections – A RetrospectiveMittlerweile wird Mary J. Blige als die einzige Soul-Diva immer wieder genannt und tritt somit die direkte Nachfolge von so Größen wie einer Aretha Franklin oder Diana Ross an. Ob diese Schuhe nicht etwas zu groß sind, wird die Zeit zeigen. Dass Mary aber in der Zwischenzeit ganz sicher eine Klasse für sich ist, muss man wohl nicht mehr groß erwähnen. Schon seit Beginn der 90er ist sie mittlerweile aktiv. Die Liste ihrer Hits ist lang, die Liste derer, mit denen sie über die Jahre zusammengearbeitet hat noch länger. Da ist so gut wie alles dabei was im Soul/R&B/HipHop Genre Rang und Namen hat. Über ihren alten Mentor Puff Daddy, Method Man bis hin zu Busta Rhymes. Auch vor dem Pop- und Rockbereich hat und hatte sie keine Berührungsängste. George Michael oder U2 gehören auch zu ihren musikalischen Partnern. Eine Menge ist also passiert, Zeit für eine Bestandsaufnahme. Auf „Reflections – A Retrospective“ sind 18 Tracks enthalten. Natürlich dürfen auch die obligatorischen neuen Songs nicht fehlen. Kennt man ja schon alles, noch schnell einen bisher unbekannten Track auf die „Best Of“ knallen, damit sich auch ja der Fan, der schon alles im Schrank stehen hat, das Teil kauft. Und schon sind wir bei Mary J. Blige. Hier kann man nämlich mal nicht meckern, die Madame hat doch gleich vier neue Songs auf die CD gepackt! Das ist eigentlich nicht nur absolut unüblich, sondern auch ein toller Dienst am Fan und Käufer dieser CD. Verstecken brauchen sich ihre neusten musikalischen Streiche keineswegs und reihen sich prima in den Reigen der Stücke ihrer mittlerweile 15 Jahre umspannenden Karriere ein. Wenn man sich „Reflections – A Retrospective“ so zu Gemüte führt, dann wird einem erstmal bewusst, wie viele Hits Mary schon hatte und welche individuelle Klasse diese besaßen und immer noch ausstrahlen. „No More Drama“, „Family Affair“, „Be Without You“ oder das Duett „As“ mit George Michael, geschrieben von Stevie Wonder, sind einfach zeitlos gute Songs. Dazu kommt, dass MJB mit einer Stimme gesegnet ist, die wahrlich einen hohen Widererkennungswert hat und so manchen Song veredelt und selbst Stücken wie „911“ diese besondere Note verleiht. Fazit: Fans werden sich das Teil hier sowieso zulegen. Sie brauchen sich aber nicht zu grämen, denn die vier neuen Songs sind mehr als ein Kaufanreiz und eine wirkliche Bereicherung für das Gesamtwerk von Mary. Allen anderen, die sich schon immer einen Gesamtüberblick über ihr Schaffen machen wollten, haben nun die perfekte Gelegenheit dazu. Hier bekommt man die Creme de la Creme geliefert und damit ist der Sinn und Zweck dieser CD schon gerechtfertigt!

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