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Markus Rill: The Things That Count

(Blue Rose/Soulfood)

Autor: schlimm / Kommentare: Bisher keine

Rootsrock und Americana ist sicher nicht die erste Option, die man nennt, wenn man nach Musik aus deutschen Landen befragt wird. Ein Name steht aber schon seit Jahren genau dafür, wenn es darum geht diese Spielart zu bereichern – Markus Rill. Mit „The Things That Count“ legt er nun erneut Zeugnis von seiner Kunst ab. Aufgenommen wurde das Album in Nashville, produziert von Richard McLaurin.

Die Herkunft hört man den zwölf Songs auch sofort an. Nein, nicht die deutsche, sondern die aus Nashville. Ich muss gestehen, dass mir Markus Rill auf der musikalischen Landkarte bisher noch nie bewusst begegnet ist und sich bis dato auch noch nie eine Scheibe von ihm in meinem CD-Player verirrt hat. „The Things That Count“ wird daran in Zukunft leider auch nicht groß was ändern. Nicht, dass die einzelnen Songs hier schlecht wären, nein dieses Urteil kann man sich nun wirklich nicht anmaßen, handwerklich ist auch alles vom Feinsten! Nur leider reißen mich die Songs weder mit, noch berühren sie sonderlich – Ausnahmen bestätigen die Regel. Hemdsärmliger, tausendmal gehörter Rootsrock, der bisweilen sogar an Mark Knopfler erinnert muss nicht sein. Nichtsdestotrotz werden Freunde des Genres hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Denn, dass Markus Rill ganz genau weiß was er da macht und sehr viel Liebe in dieses Album gesteckt hat, hört man hier mit jedem Ton und mit jeder Note. Und wen Songs wie „Sarah Stein“ nicht packen, wird vermutlich auch ein Eisklotz sein und bleiben. Dies ist die hohe Schule der großen Songwriterkunst und die beherrscht Markus Rill aus dem Effeff.

Fazit: Eine Wertung entfällt, da dies dem Album sicher nicht gerecht werden würde. Freunde von gepflegter Rootsmusik sollten aber auf jeden Fall mal die Scheibe antesten und wer handwerklich einwandfrei gemachte Musik schätzt, sollte ebenfalls reinhören. Musik für Kenner und Genießer, so viel steht fest und ist, wie in diesem Fall, auch für einen Kostverächter wie mich deutlich zu vernehmen.

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