Inhalt: Durch eine Beschwörung wird in Amsterdam ein Tor zur Hölle geöffnet und damit werden Kräfte entfacht, die niemand aufhalten kann. Flammende Geister strömen um Mitternacht aus dem Jenseits, um die Seelen der Menschen zu fressen. Mark Tate, der Teufelsjäger, gerät in einen Kampf, der ihn selbst das Leben kosten könnte. Gemeinsam mit seiner Freundin May Harris und einigen anderen zieht er gegen das Böse, um Amsterdam vor dem Untergang zu bewahren.
Kritik: Wenn das Grauen erwacht… lange habe ich es vor mich hergeschoben, aber irgendwann muss es ja sein: Mark Tate gruselt sich wieder durch meinen CD Player. Nach dem ersten Teil war die Hoffnung nicht groß, dass der zweite Teil hörbarer sein wird. Und alle bösen Vorahnungen wurden nicht betrogen. Auch der zweite Teil bereitet dem Hörer kein Vergnügen. Die Hörfabrik fährt wirklich besser, wenn sie ihre eigenen Vorlagen vertont. In fremden Scripten agiert sie wie ein Manager in einem schlecht sitzenden Anzug. Ein anderer Vergleich kann hier nicht gezogen werden, denn ich kenne nicht den zugrundeliegenden Roman von Mark Tate Autor W.A. Harry. Ist der wirklich so schlecht? Oder hat man ihn schlichtweg schlecht adaptiert? Die Handlung ist konfus, spannungsarm und wirkt auf den Hörer, als würden die Figuren in schlecht-geschnittenen schwarz-weiß Kulissen aus wackliger Pappe agieren. “Beeindruckt” von den wackelnden Bauten wackelt dann auch so ziemlich jeder Akteur. Bestes Beispiel ist Thorsten Pahlke in der Rolle des namensgebenden Geisterjägers: Der steht anscheinend voll neben sich. Oder hat sich als Vorbild den Darsteller der einstigen RTL John Sinclair - Serie genommen. Seine Interpretation lässt jeglichen Charme vermissen. Andererseits machen es ihm seine Komparsen auch schwer. So schlecht spielten die Sprecher der Hörfabrik nicht mehr, seit sie zum Start die erste Folge der A.D.F. - Serie veröffentlichten. Einziger Lichtblick ist Bert Stevens, in dessen Schatten die anderen Darsteller wie trunken durch ihre Rollen torkeln. Man kann es drehen wie man will, auch die zweite Folge Mark Tate kann nicht empfohlen werden. Oder in jugendlichem Slang: Die ist so krass kacke, dass sie null-burnt. Dass die Outtakes das unterhaltsamste an dieser CD sind, dürfte ein weiteres Indiz sein. Horst, mach bitte mehr Kurzarbeit und konzentrier Dich auf das Demolition Team!