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Marilyn Manson: Talking von Chuck Weiner

(Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag)

Autor: schlimm / Wertung: 9 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher 1 Kommentar

Marilyn MansonTalking Brian Hugh Warner aus Canton/Ohio hat sich zu einer der meist gehassten und gleichzeitig verehrten Personen von Amerika entwickelt. Als Kunstfigur Marilyn Manson hat er seit Beginn seiner musikalischen Karriere die Massen nicht nur in seinen Bann gezogen, sondern auch polarisiert wie kaum eine anderer Musiker seiner Zeit. Oder, wie er es selbst ausdrückt: „Ich bin zu alldem geworden, vor dem ich als Kind Angst hatte“. Im Jahre 1989 erschuf Warner aus der Kombination der beiden Namen Marilyn Monroe und des Serienkillers Charles Manson eben jenen Marilyn Manson, der fortan das religiös­konservative Amerika immer wieder auf ein Neues schocken sollte und immer wieder verschiedene Verbände auf den Plan rief, die seine Auftritte und Konzerte verbieten wollten.

Manson war natürlich auch immer ein gefundenes Fressen für Gegner und natürlich auch für die Presse. Der selbsternannte „God Of Fuck“ verstand und versteht es ja auch sich wie kein Zweiter Selbstzuinszenieren. Er provozierte die amerikanische Öffentlichkeit durch sein bizarres und androgynes Äußeres und hielt mit seiner Meinung über Sex, Drogen und Religion nicht hinter dem Berg vor. Die Bühnenshows, die zum Teil wie Satansmessen anmuteten trugen ihr Scherflein dann noch dazu bei, die das Fass öfters mal zum überlaufen brachten. Irgendwie scheint (zumindest über dem großen Teich) keiner gemerkt zu haben, dass Manson die verschiedenen Seiten wie Spielbälle benutzt hat und dass hinter der geschminkten Fassade sogar ein ziemlich intelligentes Köpfchen zu stecken scheint.

Davon kann sich nun jeder selber ein Bild machen und die O-Töne von Manson in Talking nachlesen. Diese hat Chuck Weiner nun in seinem Buch zusammengetragen. Zusammengesetzt ergibt dies die Lebensgeschichte von Manson. Von der Schulzeit bis ins Hier und Jetzt erzählt er unverblümt seinen Werdegang und wie er dadurch zu dem Menschen wurde, der er heute ist. Viele Zitate über Kollegen wird man hier ebenfalls finden, egal ob über die Rolling Stones, Moby, Eminem oder Iggy Pop. Ohne große Umschweife bringt er seine Sicht der Dinge auf den Punkt. Natürlich ist auch ein Teil seinem Mentor Trent Reznor gewidmet und natürlich seiner Liebe zu Dita Von Teese (mittlerweile allerdings wieder getrennt). Stellung bezieht er auch zu den Vorwürfen, er sei mit seiner Musik am Massaker der Columbine Highschool schuld gewesen und präsentiert dabei nicht nur eine nachdenkliche, sondern auch verletzliche Seite. Seine Ausführungen sind nicht nur intelligenter Natur, sondern auch fundiert. Natürlich ist hier auch Platz für seine Meinung zu seinem Auftritt in Bowling for Columbine von Michael Moore. Ebenso kommen Weggefährten und Kritiker zu Wort und runden damit das positive Gesamtbild ab.

Fazit: Marilyn Manson – Talking gibt einen mehr als oberflächlichen Einblick in die Welt dieses Mannes. Nach der Lektüre dieses Buches wird sich vielleicht die ein oder andere Meinung zu seiner Person ändern. Auch wenn das Werk letztlich nur eine Ansammlung von aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten ist, funktioniert es doch erstaunlich gut. Insgesamt ist das Buch sehr homogen und macht richtig Spaß die 136 Seiten zu lesen. Fast 100 Abbildungen (zum Teil in Farbe) und Kunstdruckpapier verstärken den absolute gelungenen Eindruck des Buches. Erwähnen muss man an dieser Stelle noch den günstigen Preis von 9,90 EUR und somit kann man Talking gleich doppelt allen empfehlen, die sich für die Person von Manson interessieren!

http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de

1 Comment »

  1. Also ich persönlich, bin ein riesiger fan von Marilyn Manson.
    Ich selber bin in der gothic zene.
    Lese inmomment das Buch über ihm.
    Ich liebe seine musik und die videos, auch sein aussehen liebe ich.
    Seine musik die videos sind nicht einfach nur geldmacher rei oder einfach nur musik, sie sind einfach ER.
    Wenn man sie höhrt und sieht kann man sich zwar kein großes bild von ihm machen aber er hinterläßt einen den eindruck FREI zu sein um zu machen was man will, er ist nicht nur ein musiker sondern auch ein bild für FREIHEIT.
    So viele reden schlecht über ihn und sagen such dir anständige musik aber bei mir geht es in dem einen ohr rein und in dem anderen ohr raus.
    wie gesagt ich liebe diese musik diese videos und ihn mit dem aussehen.
    gruß Priscilla

    Comment by Priscilla — July 12, 2007 @ 10:56 pm

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