Die Situation in Darfur, Sudan ist unerträglich. Über 2,5 Millionen Vertriebene und weitere 3 Millionen Menschen, die tagtäglich dem Hungertod ins Auge blicken müssen. Um diese Missstände anzuprangern und überhaupt erst auf die Zustände in Ostafrika aufmerksam zu machen, rief Amnesty International die Kampagne Make Some Noise ins Leben. Ein großes Publikum erreicht man sicher immer mit Musik und so wurde diese auch ein zentraler Fixpunkt des Projektes.
Auf der Doppel-CD „Make Some Noise: The Amnesty International Campaign To Save Darfur“ hat man nun insgesamt 28 Songs gepackt. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Tracks, sondern ausschließlich um Stücke von John Lennon. Label übergreifend haben sich über 50 Künstler beteiligt. Die Erlöse aus dem Verkauf gehen übrigens zu 100 % an Amnesty International. Diese werden dazu verwendet aktiv in Darfur zu helfen. Warum nur Songs von John Lennon verwendet wurden, erklärt Amnesty International damit, „dass es besonders die Songs von John Lennon sind, die Generationen von Aktivisten dazu bringen, sich für die Menschenrechte einzusetzen, und die zahllosen Künstlern und Bands ermöglichen, die Idee einer menschlichen Welt zu verbreiten. Die Make Some Noise-Kampagne vereinigt John Lennons Vision von einer friedlicheren Welt mit den Erfahrungswerten von Amnesty International, Gerechtigkeit durchzusetzen.. Make Some Noise erlaubt es ganz normalen Menschen, Hilfe dabei zu leisten, Leben zu retten – eine Aufgabe, von der wir denken, dass sie John mit Stolz erfüllen würde.“
Eigentlich ist das Ansinnen des Projektes und der CD ja schon Grund genug diese zu erwerben. Beim Blick auf die Trackliste und der beteiligten Künstler sollte es dann keine Fragen mehr geben. Hier wird ein so breites Spektrum aufgefahren, dass für jeden Geschmack und für jede Altersgruppe was dabei sein sollte. Von verdienten Künstlern wie U2, R.E.M., The Cure, Ben Harper über angesagte Popacts vom Schlage einer Avril Lavigne, Christina Aguilera oder gar Tokio Hotel hin zu Helden der 80er Jahre wie Duran Duran oder a-ha bis zum Newcomer und Geheimtipp (Eskimo Joe, Jaguars) ist alles dabei!
Die Qualität der einzelnen Tracks schwankt natürlich erheblich und einige sind auch gleich mehrfach vertreten. So gibt es Instant Karma z.B. von Duran Duran, U2 und Tokio Hotel. Während sich die 80er Jahre Popper mit dem Song keinen Gefallen getan haben, tragen U2 diesen erfreulich unspektakulär und mit dem angemessenen Respekt vor. Die Punkpopnummer von Tokio Hotel ist zumindest interessant und dürfte deren Zielgruppe sicher erfreuen. Auch Christina Aguilera kann mit „Mother“ punkten. Aerosmith featuring Sierra Leone´s Refugge All Stars und „Give Peace A Chance“ nerven hingegen ziemlich. Lenny Kravitz bleibt sich mit „Cold Turkey“ treu und trägt den Song recht funky vor. The Cure bleiben hingegen mit „Love“ ziemlich blass. Jackson Browne überzeugt mit „Oh, My Love“. Sehr schöner und ruhiger Vortrag. Ein weiterer Höhepunkt von CD1 liefern Eskimo Joe mit „Mind Games“ ab. Den Anfang des zweiten Silberlings machen Green Day mit „Working Class Hero“. Der Spaßhammer bleibt diesmal im Schrank, sehr überzeugend, was die Drei hier abliefern. Auch Jack Johnson überzeugt mit einer schönen „Imagine“ Version. Die Jungs von Snow Patrol machen das, was sie am besten können, sie liefern gepflegte Langeweile ab. Ist aber sicher Geschmackssache, wird genug geben, denen gerade dieser Track sehr gefallen wird. Eine starke Leistung bieten die Flaming Lips mit „(Just Like) Starting Over“. Den würdigen Abschluss trägt dann Regina Spector mit dem schönen „Real Love“ vor.
Fazit: Schon alleine aufgrund des Anlasses kann dieses Doppel-CD nur als Tipp in die Wertung eingehen. Bei 28 Tracks sollte sich auch für jeden Musikliebhaber das ein oder andere Schmankerl finden lassen. Hinzu kommt, dass sich die beteiligten Künstler wirklich Mühe gegeben haben, mal hat es geklappt, mal eben nicht. Auf der anderen Seite ist so natürlich eine Menge Abwechslung gegeben. Runde Geschichte, mit ernstem Hintergrund und Unterstützung für ein wichtiges Projekt! Sollte eigentlich diesen Monat bei jedem ganz oben auf der CD-Einkaufsliste stehen!
Ein Klasse Album mit Super gemachten Cover´s von John Lennon
besonders Track 12 auf CD 2 a-ha´s #9 Dream gefällt mir , was kein Wunder ist bin a-ha Fan *lol*
Gruss
Alex
Comment by Alex — July 18, 2007 @ 6:29 pm