Die Mucke von Major Parkinson ist so bunt wie das Artwork Ihres Debüts. Und dürfte beim einen oder anderen den gleichen Schock wie nach zuviel Zucker hervorrufen. Denn die Norweger setzen da an, wo die erste Mr. Bungle CD aufhört. Zappeliger Hard Pop, Zirkus Metal, Bublegum-Core, der so klingt als würden Faith No More, die Beach Boys und System of a Down nach einer LKW-Ladung in LSD-getränkten Puffreis fröhlich drauflos spielen. Sänger Jon Ivar Kollbotn shoutet, trällert, stöhnt, ächzt, arbeitet sich dabei durch das wüste, aber größtenteils doch immer noch nachvollziehbare Material, wobei er auch seine Vorlieben für Comicstimmen und schwule russische Männergesänge auslebt. Man muss schon eine Menge Humor und Ausdauer mitbringen, um sich bis zum Ende durchzukämpfen. Denn im Gegensatz zu Mr. Bungle müssen sich Mahor Parkinson auch mit zwei Nachteilen rumschlagen:
Es waren vor Ihnen schon andere da, die Musik an diese Grenzen geführt haben. Die meisten Songs sind interessant, aber keine wirklichen Hits. Beinahe möchte man sagen, dass das Beste mit den Videos zu Death in the Candystore und 197 verarbeitet wurde. Ich bin mir dennoch sicher, dass man von den Jungs auch außerhalb Ihrer Heimat noch einiges hören wird. Allerdings könnte es einige Zeit brauchen… genau wie Ihr Debüt.
Major Parkinson: Major Parkinson
(Waggle-Daggle (Broken Silence))
Autor: DJ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
