Eine Band nach einem Dinosaur Jr. Konzert zu gründen ist sicher nicht die schlechteste Idee. Genau dieser hervorragenden Eingebung sind Maddox in der Nacht vom 25. zum 26 August 2005 auf der Rückfahrt aus Brüssel gefolgt. Allerdings hat die Musik der Saarländer nicht viele Berührungspunkte mit den Grungevorreitern – muss sie ja auch nicht. Natürlich handelt es sich hier freilich um handgemacht Musik. Gitarre, Gesang, Bass, Schlagzeug, mehr braucht es nicht. Überzeugen davon kann man sich nun auf dem Debütalbum.
Von der Bandgründung bis zur ersten Langrille war es also gar nicht mal so lange. Die Aufnahmen selber sind zwischen September 2006 und Januar 2007 entstanden. „Gimme, Gimme!“ ist allerdings weit davon entfernt ein Schnellschuss zu sein. Die elf Tracks, die sich auf knapp einer halbe Stunde Spielzeit verteilen sollen laut beigefügtem Waschzettel nach Motorpsycho, Mclusky oder auch den Strokes klingen. Na das ist ja schon mal eine selbstbewusste Hausmarke. Wenn man sich die Songs aber mal in amtlicher Lautstärke zu Gemüte führt, dann wird man schnell feststellen, dass die Vergleiche vom energiegeladenen Opener „Mr. Brown“, über das sperrige „I Love You“ hin zum melodischen „The Anti (Protest) Song“ bis zum dunklen und morbiden Albumabschluss „Last Exit“ durchaus vorhanden sind. Hier und da blinzeln aber auch andere Garagenbands wie die MC5 oder die Stooges durch. Gut gerührt und geschüttelt ergibt das aber unter dem Strich nicht etwa eine seltsame Suppe ohne eigenen Stil, nein, Maddox haben durchaus eine eigene Note gefunden und letztendlich machen sie ihr ganz eigenes Ding. Gut so!
Fazit: „Gimme, Gimme!“ ist eine schöne Indie-Poprock Platte geworden. Wer dieser Stilrichtung offen gegenübersteht, der dürfte diese Platte ganz sicher in sein Herzchen schließen und viel, viel Freude an ihr haben. Hier dürfte noch eine Menge Potenzial im Saarland für die Zukunft schlummern. Wir sind gespannt und freuen uns drauf.
