Rezensionen > Musik

Madcon: So Dark the Con of Man

(Columbia / Sony BMG)

Autor: Katze / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Madcon: So Dark the Con of ManNorwegen ist auf der musikalischen Landkarte vor allem als Land der härteren bis extremen metallischen Spielarten bekannt und weniger als Erzeuger warmer Gute-Laune-Mucke. Diesem Trend versuchen die beiden Norweger Tshawe Baqua und Yosef Wolde-Mariam – besser bekannt als Madcon – schon einige Zeit (und das auch recht erfolgreich) entgegen zu wirken.

Nachdem die Beiden mit „Beggin“ bereits seit etlichen Wochen einen echten Sommerhit 2008 rausgehauen haben, der auf sämtlichen Radiostationen rauf und runter gedudelt wird, schieben sie jetzt mit „So Dark the Con of Man“ den dazugehörigen Longplayer nach. Und der kann sich (fast durchgängig) richtig gut hören lassen, denn der mit „Beggin“ eingeschlagene Weg wird konsequent weiter verfolgt. Gefälliger Hiphop, soulige Grooves und nette Rap-Einlagen geben sich hier die Klinke in die Hand und erzeugen beim geneigten Hörer augenblicklich eine amtliche Sommerstimmung, die Bock macht auf Sonne, Sand und kühle Drinks. Hier darf man sicherlich noch die ein oder andere Auskopplung mehr erwarten, die ähnlich dem aktuellen Hit einschlagen wird wie eine Bombe. Allerdings darf man auch nicht –wie eingangs bereits angedeutet – verschweigen, dass auf der aktuellen Langrille nicht alles Gold ist, was glänzt. Zum Ende der Spielzeit macht sich doch bisweilen das ungute Gefühl in der Magengegend breit, dass man im Hause Madcon noch einiges an unausgereiftem Füllmaterial auf Makrolon gepresst hat, um eine ordentliche Gesamtspielzeit zu erreichen, denn die letzten Tracks wollen sich so gar nicht in die Gehörgänge einnisten und versprühen mehr Langeweile als Freude. Schade eigentlich, hier hätten die beiden Jungs vielleicht doch besser mal die ein oder andere Idee länger reifen oder gegebenenfalls auch verwerfen sollen.

Fazit: „So Dark the Con of Man“ hätte sicherlich ein richtiges Hammeralbum werden können, wenn man etwas härter mit sich und dem musikalischen Material ins Gericht gegangen wäre. So präsentieren sich Madcon zwar mit einigen wirklich guten Nummern, hinterlassen auf gesamter Spiellänge zumindest bei mir einen leicht faden Nachgeschmack. Schwer im Gesamtbild zu bewerten, aber im Durchschnitt knappe 9 Punkte trifft meine aktuelle Gefühlslage wohl am Besten!

Homepage Madcon

No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

Weitere Artikel des Autors

Aktuelle News

Aktuelle Artikel

Navigation


© Dirk Janßen, Webdesign, Webanwendungen & Content Management Systeme.

Sound Base Online Magazin Powered by WordPress - Inhaltsverzeichnis