Die Mad Caddies waren seit jeher Garanten für Melodic-Punkrock, Reggae-Ska und Dixieland-Polka sowie durchweg partykompatible Alben. Was den Kaliforniern mit der aktuellen Scheibe allerdings gelungen ist, hätte wohl der optimistischste Fan der Verrückten Golfschläger-Taschenträger nicht zu träumen gewagt. Dieses Album ist einfach geil und das schönste unmetallische Stück Musik, was man sich in diesem Sommerfrühjar zu Ohren führen kann. Ob zum Schunkeln im Kirmeszelt (Lay your head down), zur wilden Pogo-Party im Schrebergarten (Tired bones), zum Chillout am verdreckten Baggerloch (Without you), zum einsam in der mexikanischen Pampa liegen (Reflections) oder zum Cabrio-Fahren (Today). Und mit den absoluten Charthits „State of mind“, „Don‘t go“ und „Souls for sale“ hat man drei Hits am Start, mit denen man zukünftig den Äther via Radio-Airplay erobern könnte, wenn die einschlägigen Mainstream-Radiostationen auch mal gute Musik auflegen würden! Wer immer noch nicht überzeugt ist, stellt sich einfach vor, die Beach Boys, Red Hot Chili Peppers, Sublime und The Busters hätten sich zusammengetan und gemeinsam mit dem ureigensten Charme der Mad Caddies eine famose Scheibe zusammengeschustert, die man sich kostenlos unter http://www.myspace.com/mad_caddies einfahren kann. Einige alte Fans wird es stören, dass der NOFXartige Stromgitarrenanteil geringer geworden ist und das Aggropotenzial einiger alter Songs fast gar nicht mehr vorhanden ist. Mir egal, ich liege gerade mit einer Pina Colada und einer Tüte Spassgrass unter Koniferen-Palmen in meinem Gärtchen und lausche den Klängen, die beim Autofahren, beim Wochenendgrillen und bei der nächsten Sommerparty ein Muß sind. Wer noch nach einem Taktgeber fürs Poppen sucht, sollte sich diese Scheibe ebenfalls schnellstens zulegen. Vollauf verdiente 11 Points
www.madcaddies.com