Konnte sich die Hörspiele Welt bislang um den direkten Vergleich drücken, so gibt es nun mit der dritten Veröffentlichung in der Serie Macabros den ersten Clash Europa vs. Hörspiele Welt - und wie zu erwarten, gewinnt wenig überraschend der Klassiker. Die frühe Macabros Vertonung punktet mit den besseren Sprechern, der strafferen Handlung und der unerreichten Atmosphäre. Auch wenn hier sicherlich ein paar subjektive Nostalgiepunkte einfließen.
Dies soll aber nicht heißen, dass die Neuvertonung schlecht ist. Erneut konnte man spürbar die Qualität steigern, besonders Simon Gosejohann hat zugelegt, wenn auch hier noch Luft nach oben ist.
Leider meint man es an einigen Stellen auch zu gut: Die Umsetzung ist zu ausführlich und damit zu lang. Und dass man nach fast 25 Jahren die Rolle der Hexe Kiuna McGullygosh erneut mit Sprecherin Gisela Trowe besetzt, ist zwar eine nette Geste in Richtung eingefleischter Fans, aber eigentlich eine Fehlbesetzung, da ihre Stimme nicht zur jungen, attraktiven Rothaarigen passt.
Bis auf einige weitere kleine Mängel ist die dritte Folge aber insgesamt stimmig und lässt sich trotz der ausfallenden Spielzeit von 88 Minuten gut in einem Rutsch durchhören.