Man nehme die schönsten Instrumentalmomente von Isis, Tool, Dredg oder auch Rush (La Villa Strangiato!!!) und dehne sie zu endlosen Soundflächen, dann hat man ein ungefähres Bild von der Musik, die uns das Münsteraner Quintett Long Distance Calling auf ihrem Debüt Satellite Bay bietet. Diese ist allerdings anfangs schwer verdaulich und wenig einladend, pendeln sich die meisten Nummern doch zwischen 7 - 10 Minuten ein. Und in diesem Zeitraum kann es zu Beginn schon einmal zu Längen kommen, wenn man schlichtweg noch kein Gefühl für die immense Ästhetik, die den Liedern innewohnt, bekommen hat. Satellite Bay benötigt zahlreiche Durchläufe, bis sie endlich wirkt. Danach hängt man aber an der Platte, wie ein Kettenraucher an der Kippe. Und vermisst auch gar nicht mehr den fehlenden Gesang, der vielleicht noch mehr aus den Songs hätte herauskitzeln können, tatsächlich aber wohl vieles kaputt gemacht hätte. Auch wenn Building with hands nicht zuletzt durch die Vocals von The Haunteds Peter Dolving eine Wahnsinnsnummer geworden ist. Für Atmosphäre bis zum Siedepunkt reichen aber schlichtweg schon dezente Samples wie bei The very last day. Vielleicht schon jetzt die beste Platte, die meine Ohren dieses Jahr erreicht hat.
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Long Distance Calling: Satellite Bay TIPP
(Viva Hate (Cargo Records))
Autor: DJ / Wertung: 11.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher 1 Kommentar
1 Comment »
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super platte .. ‘aurora’ geht voll ab!
Comment by PeterPan — January 20, 2008 @ 2:47 am