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Le Peuple De L´Herbe: Radio Blood Money

(PIAS)

Autor: schlimm / Wertung: 7,5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Le Peuple De LHerbe Radio Blood MoneyDas fünfte Album von Le Peuple De L´Herbe ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Vertont haben die Franzosen so was die Apokalypse oder besser was danach kommt. Die Vision stellt sich vor, dass die Menschheit in einer nicht allzu fernen Zukunft durch einen nuklearen Unfall so ziemlich dezimiert und ausgerottet wird. Eine handvoll Widerständler wird beschließen das ultimative Radioprogramm per Satellit zu senden. Und genau da wären wir bei Radio Blood Money angekommen. Damit soll Hoffnung und Widerstandskraft verbreitet werden. Die Vorgabe ist weniger Maschinen und mehr Mensch.

Diese Vorgabe wird ja ad absurdum geführt, wird doch ein nicht unerheblicher Teil des Albums „Radio Blood Money“ eben durch Maschinen vertont. Die zwölf Tracks sind ein bunter Gemischtwarenladen grooviger Rhythmen. Hier wird allerlei Zeugs aufgefahren, von elektronischen Klängen bis hin zu warmen und handgemachten Tönen. Die ersten beiden Tracks „Yep !“ und „History Goes“ stehen da schon exemplarisch für das gesamte Album. Während der Albumopener sich lässig im Gehörgang breit macht und mit jeder Menge Spielereien vom Piano bis hin zur Trompete aus zumeist handgemachter Musik besteht, ist der zweite Track genau das Gegenteil. Zu Computerbeats wird hier mehr gerappt denn gesungen – das Ende ist nah. Mit „Judge Not“ schließt sich direkt noch ein weiterer Track mit Gesang und Rapskills in bedrohlichem Gewand an – passender kann dieses Thema wohl nicht umgesetzt werden. Was im weiteren Verlauf des Albums folgt ist ein bunter Stilmix aus HipHop, Electrobeats, Samples und ein paar kleinen Rockelementen. Natürlich wird bei der Vertonung der einzelnen Songs nie das Gesamtkonzept aus den Augen verloren und trotzdem funktioniert hier auch ein jeder Track ganz hervorragend als Einzelstück. Auch langweilen die in der Mehrzahl Instrumentalstücke keineswegs. Mit einer Spielzeit von fast 50 Minuten ist das Werk in seiner Gänze vielleicht etwas zu lang geraten, aber insgesamt passt das schon. Das Booklet und das Artwork wurden natürlich auch dem Gesamtkonzept untergeordnet und so ergibt sich ein stimmiges Bild.

Fazit: „Radio Blood Money“ ist ein recht nettes Groovemonster, welches auch noch eine Vision hat und eine Geschichte erzählt. Wer möchte, kann sich darauf einlassen, alle anderen werden aber auch so Spaß an der Scheibe finden und können die Songs auch durchaus ohne das ganze Drum und Dran genießen.

http://www.lepeupledelherbe.net/

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