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Laith Al-Deen: Die Liebe zum Detail

(SonyBMG)

Autor: JK / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

So viel vorab: Auf Überraschungen muss die Hörerschaft von Laith Al-Deen beim neuen Album „Die Liebe zum Detail“ verzichten. Schmusesongs, schmeichelnde Ohrwürmer, Pianoballaden – es wird mehr die Liebe bedient als das Detail. Das wird nicht verwundern, hat Al-Deen doch vor kurzem die Liebe auch in seinem Leben neben der Musik entdeckt. Schon bald wird der Halbiraker eine Halbamerikanerin heiraten. Was für ein Symbol …

Bis die ersten rosa-roten Wölkchen aus den Boxen schweben, muss sich der Hörer dennoch eine Weile gedulden. Ein Hauch Melancholie schwingt in den ersten Minuten mit wie eine Schokolade mit 80 Prozent Kakaoanteil den Gaumen kitzelt. Bis zum sechsten Songs müssen wir warten, bis es schmachtig wird. Verträumt und mit einem (ganz, ganz) dezent hüpfenden Reggae-Rhythmus rollt und hoppelt dann „Du“ mit einem wirklich positiven Vibe entlang. An anderer Stelle soll Al-Deen gesagt haben, dass er eigentlich vom Heavy Metal komme und sich vorstellen könne, künftig mal in diese Richtung zu streben. Das kann man sich derzeit wirklich überhaupt nicht vorstellen. Denn es passiert wirklich nichts hervorstechend Aufrührerisches. Es plätschert. Nett zwar, aber es plätschert.

Al-Deen selbst sagt, er sehe sich musikalisch angesiedelt irgendwo zwischen Silbermond und Xavier Naidoo. Das stimmt. Und zwar ohne die polarisierende Penetranz seines Mannheimer Kollegen. Dennoch hätte „Die Liebe zum Detail“ etwas mehr Mut vertragen können. Denn nach 14 radiotauglichen 3-Minuten-nochwas Schmusenummern erinnert man sich an einen bestimmten Song, der herausragen würde, nicht.

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