Etwas irritiert bin ich im Moment schon, denn vorliegendes Album wurde in ähnlicher Form bereits im September 2000 veröffentlicht, wenn ich mich richtig erinnere, denn bei „Cocked And Reloaded“ handelt es sich nämlich um einen neu eingespielten Re-Release des L.A.Guns Zweitlings „Cocked And Loaded“. Jetzt wird dieser Re-Release also schon zum zweiten Male veröffentlicht, wobei ich vermute, dass der Grund hierfür darin zu finden sein wird, dass das belgische Label Mausoleum Records die Lizenzen für dieses Album erworben hat, denn bisher ist dieses Werk via Deadline erschienen. Aber wie auch immer diese Veröffentlichung nun zu stande gekommen ist, es bleibt dem Rezensenten, ein paar Worte zu dieser Platte zu verlieren. Vom Material her, gibt es natürlich an sich nur sehr wenig zu sagen, da es sich – wie bereits erwähnt – um einen Re-Release handelt des 2ten Albums der Sleaze Rocker um Tracii Guns handelt. Der Plattentitel macht es allerdings deutlich, es handelt sich hier nicht einfach nur um eine erneute Kopie alter Bänder, sondern die Herren haben damals hierfür sämtliche Songs neu eingespielt und dem Ganzen einen etwas moderneren Sound verpasst. An der Frage, ob der neue Sound wirklich besser – vor allem bezogen auf das Gesamtfeeling – ist, werden sich die Geister der Fans scheiden. Ich persönlich finde den aktuellen Sound schon recht gut, aber ich habe auch Stimmen gehört, die nach wie vor die Originalaufnahmen (und die am Besten von Vinyl) bevorzugen. Das muss wohl wirklich jeder mit sich selber ausmachen. Was allerdings vielleicht ein wenig enttäuschend ist, ist die Tatsache, dass die Jungs die Möglichkeiten, die sich durch die Neuauflage ergeben haben, nicht genutzt haben. so mancher Fan wird sich gewünscht haben, dass auf dem Re-Release die Songs vielleicht in leicht abgewandelter Form zu hören seien, und auf jeden Fall hätte man ruhig 2 oder 3 Bonusnummern einspielen können. Gut andererseits kann man sicherlich so argumentieren, dass sich die L.A.Guns so auch wieder nicht den Vorwurf eines Rip-Offs ihrer Fans aussetzen müssen, denn ein aktuellere Sound ist sicherlich kein solch schlagendes Argument für einen Doppelerwerb dieses Albums wie zusätzliche Songs, von denen waschechte Fans sich schon mal eher das Portemonnaie aus der Tasche ziehen lassen. Fazit: Wer „Cocked And Loaded“ bzw. “Cocked And Reloaded” bereits im Regal stehen hat, kann an dieser Scheibe getrost vorbeigehen, auch wenn die Mausoleum Version mit einem alternativen Artwork aufwartet. Wer allerdings bisher dieses Album noch nicht sein eigen nennt, kann hier sicherlich nichts falsch machen und auch L.A. Guns Einsteiger (so es sie noch gibt) sind hier gewiss willkommen.
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L.A. Guns: Cocked And Reloaded
(Mausoleum Records)
Autor: Katze / Kommentare: Bisher keine
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