Inhalt: Als die "Duncan" von ihrer Probefahrt heimkehrte, brachte Lord Glenarvan einen aufsehenerregenden Fund mit: eine Flasche, gefunden im Bauch eines Hais, mit dem Hilferuf des Kapitäns Grant. Um die Schiffbrüchigen zu retten, macht sich der Lord mit den Kindern des Kapitäns auf die Suche. Eine abenteuerliche Weltreise beginnt, deren Erfolg alles andere als sicher ist.
Kritik: Die Kinder des Kapitän Grant ist sowohl eine typische Jules Verne Geschichte als auch eine zu erwartende Kurt Vethake Vertonung. Jules Verne schickt seine Charaktere wieder einmal um die halbe Welt, um schließlich das erwünschte Ziel – hier die Rettung von Kapitän Grant – zu erreichen. Dabei besteht die suchende Gruppe aus verschiedenen illustren Charakteren, die sich zahlreicher Hindernisse und Zwischenfälle erwehren muss. Und typisch für Vethake ist, dass er die Erzählung auf ein mögliches Minimum zusammenstreicht, um sie in die einst beliebten 45 bzw. 50 Minuten zu bekommen. Dass dabei keine Pausen entstehen und die Ereignisse Schlag auf Schlag folgen, ist ein ganz interessantes Stilmerkmal von Vethake, das ihn beim einen Teil der Hörerschaft sicherlich recht beliebt macht, ihm andererseits aber auch Schelte des anderen Teil einbringen wird. Persönlich empfand ich die Vertonung als kurzweiliges Hörvergnügen, welches keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, aber aufgrund seiner klassischen Note irgendwie schön zur Vorweihnachtszeit passt. Trotz der eigentlich aufregenden Story, hat es doch etwas Besinnliches an sich. Ein Klassiker halt…