Kiros sind für mich ein unbeschriebenes Blatt und nach einiger Recherche bin ich zwar ein wenig schlauer, aber viel weiß ich über die jungen Herren immer noch nicht. So muss ich, wie auch der geneigte Hörer, allein die Musik auf mich wirken lassen. Kiros haben sich der Musik verschrieben, die man heutzutage als Radiorock bezeichnen könnte, also in der Nähe von Bands wie Nickelback oder 3 Doors Down.
Freunde des klassisch harten Rockes werden die Nase rümpfen, auf den Verfall der Musik und auch von Anpassung schwafeln, doch sollte man sich auch der Tatsache bewusst sein, dass eben Bands wie Kiros in etwa das darstellen, was Poison, Ratt oder Cinderella in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren waren. Nämlich die aufstrebende Garde an Bands die moderne Rockmusik spielen und versuchen am Thron der Altvorderen zu rütteln, nur das es manche Bands heute ungleich schwerer haben. Was zum einen an der Veränderung im medialen Bereich und zum anderen an der Masse der erscheinenden Musik liegt.
Kiros müssen also mit den Dingen wuchern die sie haben und das sin eine ganze Menge, da wäre die Fähigkeit gute Melodien zu schreiben und diese auch in Songs umzusetzen. Auch lassen sich die Herren nicht einfach in nur ein Raster einsperren, den von modernen Rocksongs bis zu pop-punkigen, an Green Day erinnernden Songs ist auf “Lay Your Weapons Down” alles vorhanden. Außerdem stehen die Jungs, die sich im Jahre 2000 in einer Kirchengruppe kennen gelernt haben, zu ihrem Glauben, verfallen aber niemals ins plakative Predigen.
“Lay Your Weapons Down” ist ein entspannendes Album, dass durchweg einen hohen Standard inne hat. Leider fehlen die absoluten Highlights und nach einer gewissen Zeit fällt auf, dass sich die Songs hier und da zu wenig unterscheiden. Zwar sind sie alle als einzeln stehender Song richtig gut, doch im Verbund kann manchmal ein wenig Langeweile aufkommen.
Alles in allem ist Kiros moderne Rockmusik, die dem Zielpublikum gut munden dürfte. Gefühle, Melodien und der gewisse Schuss Pop könnten den Kanadiern, vielleicht sollte ich noch einmal Nickelback in den Ring werfen, dabei helfen aus dem Gros der Veröffentlichungen hervorzustechen, doch das kann nur die Zeit zeigen. Gutes zweites Album einer hochtalentierten Band, die besonders Fans von 3 Doors Down ansprechen sollte.
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