Inhalt: Am Rio de la Plata beginnt für den Erzähler das Südamerika-Abenteuer. In einem von Revolutionen zerrissenen Land bringt ihm seine Ähnlichkeit mit einem dortigen Parteigänger prompt erste Verwicklungen. Ein Geheimnis zieht ihn ins Landesinnere von Argentinien, wo er dem Revolutionär Lopez Jordan begegnet. Kritik: Die Geschichte Am Rio de la Plata, das ist Karl May wie ich ihn liebe. Mit den Reiseberichterstattungen aus Orient- und Wüstenländern tue ich mich schwer, stolpere über Namen, Ortschaften, Berufe, Funktionen und Tätigkeiten, so dass mir beim Hören eher schwindelig als wohlig wird. In der Geschichte Am Rio de la Plata hingegen ist alles einfach: die Figuren tragen vertraute Namen wie Charly, General, Bruder Jaguar oder Gaucho, sie reiten auf Pferden durch Argentinien, schießen mit Revolvern, schmeißen die Bola, werden an Baumstämme gefesselt, schwimmen durch Flüsse, handeln mit Waffen und üben Revolution. Das hat was von 1968, wo ich zwar auch nicht dabei war, aber immerhin habe ich mal studiert. So kann ich der Erzählung folgen, die flott inszeniert ist, mit bekannten, gut aufgelegten Sprechern wie Joachim Kerzel, Klaus Jespen und Heinz Rabe aufwartet und dank einer knappen ¾ Stunde keine Sekunde Langeweile sondern Kurzweil versprüht. Gut gemacht, Herr Vethake.
Rezensionen > Hörspiel
Karl May: Am Rio de la Plata
(Maritim)
Autor: DJ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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