Bei der letzten Kamelot Scheibe “The Black Halo” war ich dem Erfinder des Mediums CD sehr dankbar, denn wenn ich mir vorstelle, die Platte hätte es nur in Vinyl Form gegeben, dann bin ich sicher, dass ich sie mir inzwischen ein zweites Mal hätte kaufen müssen. Die Platte rotiert nämlich nach wie vor regelmäßig und oft in meinem Player – eine normale Schallplatte würde da doch inzwischen sehr starke Gebrauchsspuren aufweisen. Da mir „Epica“ – wie aus dieser Einleitung klar geworden sein dürfte – ausnehmend gut gefallen hat, war ich dementsprechend hungrig nach neuem Material der Prog Power Metaller um das Goldkehlchen Khan und den Saitenhexer Thomas Youngblood. Ein Hunger, der nun endlich mit „The Black Halo“ gestillt wird. Gut ich muss zugeben, auf die ersten paar Umdrehungen in der Anlage habe ich mich dann allerdings im direkten Vergleich zu „Epica“ komischerweise mit dem neuen Material arg schwer getan, was allerdings wohl vor allem daran gelegen haben mag, dass ich das neue Teilchen anfänglich eher nur nebenher gehört habe, denn nachdem ich mich inzwischen doch mal etwas intensiver mit dem Rundling beschäftigt habe, will ich ihn gar nicht mehr aus dem Player nehmen. Wie eigentlich immer fasziniert Sänger Khan mit einer unglaublichen Stimme und coolen, eingängigen Gesangslinien, die er in das stimmungsvolle und abwechslungsreiche Songwriting elegant einbettet. Und auch Thomas Youngblood hat wie gewohnt einiges für Freunde eines gepflegten Spiels auf der Gitarre reichlich zu bieten, von kraftvollen Riffs bis hin zu interessanten Solo-Einlagen. Abgerundet wird das Gesamtwerk durch eine amtlich fette Produktion, die kraftstrotzend daherkommt und die Power, die offensichtlich transportiert werden soll, 1:1 aus den Boxen schiebt. Da dürften bei Fans dieser Formation nur wenig bis gar keine Wünsche offen bleiben, denn so erwartet man die Truppe, die ihren Hang zum epischen Metal exzessiv auslebt. Fazit: Nach einigen Startschwierigkeiten schickt sich „The Black Halo“ genau wie sein Vorgänger „Epica“ an, sich tief in meine Gehörgänge einzufressen. Hoffentlich muss die aktuelle Scheibe nicht so extrem lange wie erwähnter Vorgänger in meiner Anlage leiden… dieses Mal könnten die Herren aus dem Hause Kamelot für meinen Geschmack ruhig etwas schneller mit neuem Material aus dem Schuh kommen. Als Motivationsschub hierfür gibt’s deshalb von meiner Seite dieses Mal satte 10 Punkte!
Rezensionen > Musik
Kamelot: The Black Halo
(Steamhammer / SPV)
Autor: Katze / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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