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Judas Priest: Angel of Retribution

(Sony BMG)

Autor: Katze / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher 1 Kommentar

Bild von Judas Priest - Angel of RetributionDie meisten Judas Priest ‚Fans’ dürften inzwischen wieder sehr, sehr glücklich sein, denn es ist endlich geschafft: den von den vielen verschmähten und oftmals als Aushilfssänger beschimpften Tim ‚The Ripper’ Owens hat man endlich aus seiner Lieblingscombo gemobbed und der Metal-Gott Rob ‚Metal find ich total doof’ Halford steht bei den britischen Vorzeige-Rock-Senioren am Mikro an exponierter Stelle. Alles ist gut, die Reunion Tour 2004 wurde abgefeiert bis der Arzt kommt (möglicherweise wird man das im Hinblick auf das Alter der beteiligten Musiker irgendwann mal wörtlich nehmen) und mit „Angel of Retribution“ gibt es auch endlich das heiß ersehnte „Alles wird gut“ – Album. Fragt sich nur, ob jetzt wirklich alles wieder gut ist? Nach Meinung vieler Fans ja, den allerorten überschlagen sich Anhänger der ersten Stunde und auch in der Presse wird das Teil durch die Bank abgefeiert. Allerdings frage ich mich dabei, ob das nicht ehre auf die Kraft der Einbildung zurück zu führen ist, d.h. ich muss nur fest genug dran glauben, dass es ein cooles Album ist. Na gut, jedem das seine und „Angel of Retribution“ ist mit Sicherheit kein grottenschlechtes Album – nicht zuletzt weil Roy Z hier einen gewohnt guten Sound hingezaubert hat – aber ein Hammeralbum ist es in meinen Augen ist es auch nicht das erwartete bzw. herbeigesehnte Album. In den ersten Durchläufen wollte bei mir so keine der Nummern wirklich haften bleiben, bis vielleicht auf „Revolution“, dass sich allerdings als nerviger Negativausschlag dieser Platte in mein Gedächtnis fräste. Nach mittlerweile 7 oder 8 Durchläufen gibt es dann glücklicherweise doch die ein oder andere Nummer, die man als durchaus gelungen bezeichnen könnte. Für mich sind das im Einzelnen der Opener „Judas Rising“ (welch subtiler Titel für einen Opener…), das kantige „Deal With The Devil“, das balladeske „Angel“ und das fast schon epische „Lochness“. Die übrigen Songs kommen aber in meinen Ohren auch jetzt noch nicht über Durchschnitt hinaus, außer „Revolution“ (das nervt immer noch) und „Worth Fighting For“ (das kolossal langweilt). Fazit: Zwar sind die Songs auf „Angel of Retribution“ durch die Bank ganz nett und es gibt wie bereits oben erwähnt auch die ein oder andere amtliche Nummer, aber gegen Alben wie beispielsweise „Painkiller“ kann diese Platte in hundert Jahren nicht anstinken, zumal der sehnlichst herbeigeflehte Rob ‚das Metalgequieke ist nichts besonderes, das kann jeder’ Halford das von den meisten Fans geliebte ausdruckstarke Gequieke alter Alben auf vorliegendem Release eben nicht mehr so easy hinbekommt. Aber auch Glenn Tipton, K.K. Downing, Ian Hill & Scott Travis haben für meinen Geschmack schon mal deutlich mehr Arsch getreten, selbst auf den von vielen so wenig geliebten letzten Scheiben „Jugulator“ und „Demolition“. Na ja, wie dem auch sei, Die Hard Fans werden Judas Priest für ihr Reunion Album sicherlich ordentlich abfeiern, für mich kommt die Nummer nur knapp über Durchschnitt hinaus: 8 Punkte!

1 Comment »

  1. Das damals einfach nur erhoffte Comeback von Halford war wie eine Art Befreiungsschlag! Darauf hat die Welt gewartet!

    Comment by Heinz-Harald — August 10, 2007 @ 7:57 pm

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