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Jimi Berlin: Zeitlupezeitlupe

Autor: schlimm / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Jimi Berlin Zeitlupezeitlupe ReviewJimi Berlin sind wohl immer durchs Rost gefallen, wenn es um deutschsprachige Musik ging. Jedenfalls scheinen die Medien den Dreier nicht so recht auf dem Schirm zu haben. Verdient hätten sie es allerdings schon. Nicht, dass hier die Musikwelt aus den Angeln gehoben würde, aber da gibt es deutschsprachige Künstler die weit mehr gehypt wurden und werden und wesentlich weniger zu bieten haben und hatten.

„Zeitlupezeitlupe“ hat im schlimmsten Fall belanglosen Schrammelpop zu bieten, in seinen schönsten Momenten allerdings auch wunderschönen Deutschpop, irgendwo im Midtempo-Bereich angesiedelt. Mitunter hört sich die ganze Geschichte hier an wie eine Mischung zwischen Lindenberg und Rio Reiser, ist letztendlich aber in einem Atemzug mit Stoppok zu nennen. Der Opener „Weltuntergang…im April“ kommt noch etwas schleppend und leicht nervig daher, aber schon die beiden folgenden Songs „Bei Dir“ und „Tätowiermaschine“ sind bester Deutschpop, versehen mit Jazz- und Britpopversatzstücken. Auch „Mmh…Evelyn“ und „Komm, wir nehmen Drogen“ sind sehr überzeugend. Der Rest gefällt mal mehr, mal weniger, geht insgesamt aber schon schwer in Ordnung.

Fazit: Wer in den letzten Jahren Kettcar, Tomte und Konsorten gerne in den CD Spieler gelegt hat, der sollte Jimi Berlin vielleicht auch mal antesten. Auch wenn „Zeitlupezeitlupe“ nicht ganz an die Klasse der Kollegen herankommt, ist die Scheibe doch besser als so manch andere aus dem deutschsprachigen Raum. Gefälliges Teil! Jimi Berlin sollte man im Auge behalten!

www.jimiberlin.com

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