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Jethro Tull: Nothing is easy: Live at the Isle of Weight

(Eagle Vision / Edel)

Autor: JK / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Jethro Tull - Nothing is easy: Live at the Isle of WeightIrgendwie haben Jethro Tull schon aufgrund dessen meinen Respekt sicher, weil Frontwuschel Ian Andersen das Flötenidol meines Flötenidols Buddy Lackey aka Devon Graves ist - und das, obwohl ich gar nicht Flöte spiele. Wie auch immer. Ansonsten gibt es über Jethro Tull, die bereits seit 1968 aktiv sind, wohl nicht viel zu sagen. Aber sicher ist es eine schöne Idee, "postum" das 1970er-Konzert von der Isle of Weight, das die Band vor 600.000 Zuschauern bestritt, zu veröffentlichen. Und wäre diese Scheibe bereits vor 35 Jahren erschienen, sie wäre sicher längst zum Kult avanciert. Die Tracklist - darunter Songs wie "My Sunday", "Feeling" oder "To cry you a Song" - sagt eigentlich schon alles. Die Originalaufnahmen wurden übrigens von Ian Anderson selbst remastert - und er wird sicherlich am besten wissen, wie man die damalige Stimmung auf CD transportiert. Es ist einfach schön, wenn Anderson wie bei "To cry you a Song" den aufbrausenden Jubel mit einem gerührten Lachen quittiert und gleich im Anschluss daran "Bourée" zum besten gibt. "Nothing is easy: Live at the Isle of Weight" ist unterm Strich ein gelungenes Dokument der frühen 70er. Man riecht förmlich den Achselschweiß in der Menge, das Benzin von VW-Bussen, spürt, wie schwingende, halbmeterlange Matten im Gesicht kitzeln. Ein Film dieses legendären Auftritts soll übrigens noch in diesem Jahr auf DVD veröffentlicht werden.

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