Dass Dana eine Halbfee ist, weiß sie schon von Geburt an. Nun hat sie die Nase voll davon, sich um ihre alkoholkranke Mutter zu kümmern und flüchtet zu ihrem Vater Seamus nach England in die Stadt Avalon, in der Feen und Menschen offen gemeinsam leben und die das Tor zu Faerie, der Feenwelt, bildet.
Kaum angekommen wird sie von ihrer Tante gekidnappt, von einer studentischen Untergrundorganisation um den sexy Feenjungen Ethan und seine Schwester Kimber befreit, die aber zur falschen Seite gehören. Ihr Vater entpuppt sich als autoritärer und eher gefühlskalter Typ, bei dem auch nicht klar ist, welche eigenen Pläne er mit seiner Tochter und ihren Fähigkeiten verfolgt. Und nach den ersten Anschlägen fragt sich Dana wirklich, ob die Suche nach ihren Wurzeln so eine prickelnde Idee war…
„Rosendorn“ von Jenna Black (PAN) entpuppt sich als klassischer Fall des trendigen All-Age-Fantasy-Genres: Durchschnittliches Mädel mit noch unbekannten Kräften macht sich auf, sein Glück zu suchen und trifft dabei auf mindestens zwei heiße Jungs, die nicht richtig einzuordnen sind und hat ein paar mächtige Feinde, die ihr das Leben so richtig schwer machen.
Alles so weit schon gehabt – aber Jenna Black bringt ein paar eigene Ansätze mit. Bei ihr leben in der nahen Zukunft Feen in der Stadt Avalon offen unter den Menschen, mit eigener Staatsform, die auch in anderen Ländern zum Unterrichtsstoff gehört. Ebenfalls herauszustreichen ist die besondere Situation von Dana – Alkoholismus der Eltern und die Auswirkungen auf die Kinder als durchaus ernst genommenes Dauerthema in einem Fantasy-Roman ist eher ungewöhnlich, hebt den Roman dadurch aber aus der Masse heraus.
Die Story läuft ansonsten munter vor sich hin und man ahnt schnell, wo die Reise hingeht, wobei das Buch als Mehrteiler angelegt ist und somit am Ende einige Fäden offen rumliegen und noch entwirrt werden müssen.
Fazit: Nette Fantasy-Kost für zwischendurch – wer lieber eine blutrünstige und unglaublich fesselnde Avalon-Story lesen mag, dem lege ich hier noch mal ein Highlight aus 2011 so richtig ans Herz: „Der Kinderdieb“ von Brom (ebenfalls PAN).
