Es ist soweit, die Trilogie findet ein Ende. Lange wurde der dritte Teil der „Blueprint“ Reihe von Jay-Z erwartet und jetzt wo man das Teil in den Fingern hält und die Scheibe im Player rotiert, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass der streitbare Rapper die Geschichte zu einem guten und würdigen Ende gebracht hat! Er hat sich dazu eine Menge Gaststars als Unterstützung geholt, die tatsächlich nicht nur als pures Namedropping zu verstehen sind, sondern wie bei „Run This Town“ (Rihanna/Kanye West) oder dem grandiosen Part von Alicia Keys bei „Empire State Of Mind“ eine Bereicherung darstellen.
Das Beste an der Scheibe ist übrigens ein Teil der gar nicht mehr eingesetzt wird oder vorhanden ist. Jay-Z hat dem direkt augenzwinkernd einen ganzen Track gewidmet: „D.O.A. (Death Of Auto-Tune)“. Da werden aber einiger seiner Kollegen ziemlich blöd aus der Wäsche gucken – gut so! Übrigens findet sich ganz zum Schluss eine echte Perle mit dem hymnenhaften „Young Forever“ wieder. Und richtig, wem dabei eine deutsche Kapelle in den Sinn kommt, liegt nicht falsch. Das Album ist mit 15 Tracks zwar um den einen oder anderen Song zu lang geraten, aber das kennt man ja schon.
Die schwächsten Momente hat das Album immer dann zu bieten, wenn Timbaland seine Hände im Spiel und den Knöpfen hat. Gebt dem Mann doch endlich mal Zeit sich zu sammeln, so ist das immer mehr oder weniger Auftragsarbeit mit Beats aus dem Baukasten – das braucht kein Mensch mehr!
Fazit: „The Blueprint 3“ ist sicher nicht als Meisterwerk – wie der erste Teil dieser Reihe – anzusehen. Fans der ersten Stunde könnten eventuell Probleme kriegen und etwas weniger „Ich bin der Größte von allen“ hätte es auch ruhig sein dürfen. Auf der anderen Seite sind hier tatsächlich wieder einige Großtaten dabei und Jay-Z hat durchaus ein künstlerisches Verständnis, welches ihn dann doch wieder in einen ganz besonderen Status hebt!
