Das Plattenfirmen in den Veröffentlichungen ihrer Bands beigelegten Presseinfos immer gerne etwas auf die Kacke hauen ist ebenso bekannt wie die Tatsache, dass man ebendiese Presseinfos nicht immer für bare Münze nehmen sollte.
Genau so verhält es sich auch im vorliegenden Falle wieder einmal. Der Sound von Jam Pain Society soll wie nichts klingen, das man je gehört habe, was in meinen Augen kompletter Blödsinn ist. Zwar vermisch die Combo aus North Carolina einiges an Elementen aus Stilbereichen wie Rock, Metal und Pop und streut gelegentlich sogar sanfte Industrialklänge ein, aber unterm Strich macht dies „Black Light Messiah“ klanglich nicht wirklich zu einer einzigartig ungewöhnlichen Scheibe. Im Prinzip hat man diese Art der Mucke auch schon von etlichen anderen Bands im Player gehabt, allen voran sei vielleicht als Aushängeschild einmal Zack Wylde’s Black Label Society genannt.
Die Einleitung klingt jetzt vielleicht im ersten Moment etwas negativ oder geringschätzig, ist aber keinesfalls so gemeint, denn man kann der Truppe durchaus attestieren, auf ihrem Debüt zwölf nette Tracks vereint zu haben, die einerseits richtig fein rocken und außerdem auch mehr als einmal im Ohr hängen bleiben. Hinzu kommt, dass man durch Sängerin Leah Kirby ein echtes Ausrufezeichen und vor allem eigene charakteristische Trademarks setzen kann. Musikalisch haben die Dame und die Herren schon vor dem Debüt erste Bewunderer für sich gewinnen können, deren prominentester Kiss Gitarrist Ace Frehley sein dürfte. Der war sogar gleich dermaßen beeindruckt, dass er es sich nicht nehmen ließ, für einen Song des Albums („Free Ride“) einige Gitarrenspuren beizusteuern.
Fazit: „Black Light Messiah“ bietet netten Rock, der mal verwaschen schmutzig und im nächsten Moment wieder glasklar und lupenrein rüber kommt, und der Jam Pain Society in meinen Augen in den Herzen der Fans dieses Genres einen recht gelungenen Start ermöglichen könnte. 8 Punkte!
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