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Intense: As Our Army Grows

(Napalm Records / SPV)

Autor: Katze / Wertung: 9 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Intense: As Our Army GrowsManchmal ist es eigenartig, man kann sich etliche Platten einer Stilrichtung anhören, findet das meiste wahrscheinlich auch ziemlich akzeptabel und auf einmal bleibt man bei einer bestimmten Platte hängen, ohne genau zu wissen, warum eigentlich. Im Prinzip hört sich alles genauso an wie bei allen anderen auch und doch liegt irgendetwas in der Musik dieser einen Platte, was sie aus dem Gros der Veröffentlichungen hervorhebt.

Und genau so eine Platte hat – zumindest für meine Gehörgänge – die englische Formation Intense dieser Tage mit „As Our Army Grows“ abgeliefert. Schon von den ersten Tönen des Openers „Anger of the Ancients“ an geht einem diese Scheiblette direkt in den Flüssigkeitsgetränkten Fleischball in der Hirnschale und verlässt diesen auch bis zu den letzten Akkorden von „Long Live the Flesh“ nicht mehr. Die Herrschaften präsentieren sich überwiegend mit amerikanisch geprägten Power Metal und zeigen, dass sie in genau diesem Genre ein unglaublich gutes Gefühl für gute und griffige Songs haben. Jedes Gitarrenriff, jede Gesangslinie und jeder Drumpart sitzt einfach schnörkelos und grundsolide an der richtigen Stelle. Nach Referenzbands befragt kommen einem eigentlich als erstes Iced Earth in den Sinn, deren Einflüsse die Jungs sicherlich nicht verleugnen können, vor allem nicht bei „Insanity’s Call“, das fast schon ein wenig zu stark an „Watching Over Me“ der Florida Metaller angelehnt scheint. Auch mit „Trojan Transmission“, „Strange New World“ und „Long Live the New Flesh“ eine Songtriologie ans Ende des Albums zu setzen, erinnert doch stark an Jon Schaffer und Co zu „Something Wicked This Way Comes“ Zeiten. Aber gut, vielleicht sollte man da jetzt nicht zu viel hineininterpretieren, letzten Endes stehen hier unterm Strich insgesamt zehn nette, kurzweilige Metal-Nummern, die einem die Zeit des Hörens derselben wie im Fluge vergehen lassen.

Fazit: „As Our Army Grows“ von Intense ist mal wieder eine richtig angenehme Überraschung in der stetigen Veröffentlichungsflut. Ich denke, man darf gespannt sein, was hier aus Richtung England in der nahen Zukunft noch so kommen wird. Man möchte den Jungs lediglich noch den Tipp mitgeben, sich zum nächsten Album vielleicht offensiv ein wenig mehr von bereits erwähnten Referenzen – ob gewollt oder nicht -frei zu schwimmen, und in dem Zuge auf mehr eigene bzw. vielleicht sogar einzigartige Stilmittel zu setzen. 9 Punkte!

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