Die ehemalige Trail of Tears Frontfrau Helena Michaelsen ist mit neuer Band und neuer Platte zurück. Imperia nennt sich die Formation, die sich grenzüberschreitend multikulturell aus Musikern aus den Niederlanden, Norwegen, Deutschland, Finnland und Belgien zusammensetzt, und „Queen of Light“ so heißt das Album mit dem man angetreten ist, die Herzen der Bombast Metal Fans überall auf der Welt zu erobern.
Stellt sich lediglich die Frage, ob eben dieser Feldzug von Erfolg gekrönt sein wird, was ich nun nach inzwischen mehreren Durchlaufen der Scheibe nicht unbedingt ausschließen mag. Allerdings denke ich, dass es eine mühsame Eroberung werden könnte, denn die ganz großen Aha-Effekte bleiben leider über die komplette Albumlänge aus. Im Klartext bedeutet dies, dass man hier dem Endverbraucher zwar einerseits definitiv handwerklich gut dargebotenes Songmaterial präsentiert, das auch durchaus mit der ein oder anderen Melodie ins Ohr zu gehen vermag. Andererseits stellt sich mir die Frage, ob ich diese Nummern aus dem Gros der anderen Produkte auf eben diesem Sektor heraushören würde und diese Frage muss ich zumindest für mich persönlich erst einmal mit ‚Nein!’ beantworten. Mir fehlt hier einfach etwas Griffiges, etwas Einzigartiges, halt etwas, dass der Combo stilistisch einen unverkennbar charakteristischen Stempel aufdrückt. Schade eigentlich, denn wie gesagt merkt man deutlich, dass die beteiligten Musiker ihr Handwerk wirklich verstehen und die gesanglichen Qualitäten einer Helena Michaelsen dürften ohnehin unbestritten sein.
Fazit: „Queen of Light“ ist ein nettes und durchaus gut hörbares Debütalbum geworden, das Freunde des bombastisch angehauchten Metals mit klassisch orientiertem Frauengesang durchaus mal antesten sollten. Um allerdings zukünftig unvergleichliche Maßstäbe setzen zu können, dafür müssten sich Imperia zum nächsten Longplayer hin in meinen Augen doch noch mal ordentlich nachbessern und ein ordentliches Pfund zulegen. Oberes Mittelfeld und damit solide 8 Punkte!
Homepage Helena Michaelsen
Schlecht recherchiert: das Album ist nicht das Debüt der Band …
Comment by Deadly Winter — March 28, 2007 @ 11:32 am
Danke für den Hinweis, diese Info ließ sich dem dieser Promo beigelegten Pressetext nicht entnehmen und ich habe es dann auch nicht weitergehend recherchiert.
Zur Vollständigkeit: “Queen of Light” ist Album Nummero Zwo, wobei das Debüt “The Ancient Dance Of Quetesh” wohl nur in den Benelux-Staaten veröffentlicht wurde, so ich denn die Biographie auf der Homepage der Band richtig verstanden habe.
Danke und Gruß
Katze
Comment by Katze — March 28, 2007 @ 11:44 am