Auf dem Bandfoto zur Promo von “Road of Bones“ protzt die texanische Kapelle Ignitor vor allem mit schwarzem Leder und unzähligen Nieten und das Coverartwork in Verbindung mit dem Bandsignum lassen wenig Zweifel aufkeimen: hier geht’s um Heavy Metal, wie er klassischer nicht sein könnte.
Dass man sich mit diesem Stil immer in Gefahr begibt, alt, angestaubt und antiquiert zu klingen, dürfte dem zwei Frauen und drei Männer starken Quintett aus Austin sicherlich bewusst sein. Aber die Herrschaften setzen dieser Gefahr nette und abwechslungsreiche Kompositionen gepaart mit kraftvollen Riffs und eingängigen Hooklines entgegen und schaffen es dadurch in der Tat, einen frischen 80ies Spirit zeitgemäß ins aktuelle Millennium zu transportieren. Als weitere Pluspunkt für diese Combo erweist es sich, dass man mit Erika auf weiblichen Gesang setzt, denn die Dame nennt eine wirklich feine Rockröhre ihr Eigen und verleiht Ignitor damit zugleich eine sehr eigene Note. Freuen sich Fans des klassischen Metal Genres sicher über Titel wie „Broken Glass“, „March to the Guillotine“ und Co, so dürfte für deutsche Metalheads der Auskehrer „Reinheitsgebot“ das Zeug zur nächsten metallischen Kulthymne im Repertoire zu werden.
Fazit: Schön zu sehen, dass der klassische Leder und Nieten Heavy Metal nicht mit den Urgesteinen der Szene auszusterben droht. Darum brauchen wir uns glaub ich wirklich noch keine Sorgen zu machen, solange Bands wie Ignitor nachrücken. Fans des Genres sollten deren ersten richtigen Longplayer „Road of Bones“ auf jeden Fall einmal einem Herz- und Nierencheck unterziehen. 9 Stahlnieten!
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