Um das zweite Album im Allgemeinen wird ja immer ein großes Tamtam gemacht: Schafft es der/die Künstler dort anzuknüpfen, wo er/sie aufgehört hat? Welche kreativen Ergüsse machen sich breit, gibt es neues zu verzeichnen, oder herrscht Stillstand im musikalischen Nirgendwo? Nach ihrem Erstlingswerk ‚The Trap’ im Jahr 2006, bringen die fünf Franzosen von Hush Puppies nun dieses sagenumwobene zweite Album heraus. Und siehe da, der Anschluß ans Debütalbum ist samt kreativen Neuerungen ganz gut gelungen.
Erneut sind Anleihen beim Britpop zu verzeichnen und nach wie vor spielt der Garagensound der Sixties samt Modsaffinität und bewährtem Orgel(Synthie)einsatz musikalisch eine hervorstechende Rolle. Stilecht zeigen sich da z.B. der Opener ‚A trip To Vienna’ oder auch ‚Fiction In The Facts’. Ebenso kann ‚Bad Taste And Gold On The Doors’ samt textlichem Höhenflug „I want my Kate Moss, I want my Rolls Royce, I want gold on the doors“ und beschleunigtem Gitarrenanschlag zum Ende hin, durchaus als gute Wahl für die erste Singleauskopplung betrachtet werden. Packenden Gitarrensound kann auch ‚Hot Spots’ bieten, ruhigere Töne werden nunmehr bei ‚Love Bandit’ oder auch bei ‚Down Down Down’ angeschlagen. Alles in allem kann man ‚Silence Is Golden’ somit glücklicherweise mehr als einen soliden zweiten Auftakt nennen. Das Album ist einfach gut geworden.