Mit Jäger der Finsternis veröffentlichen LPL Records nun schon den sechsten Teil der H.P. Lovecraft Hörbuchreihe. Und diesmal gibt es neben bekannten Geschichten auch die eine oder andere Rarität, die den besonderen Reiz dieser Sammlung ausmacht.
Mit der sicherlich bekannten Erzählung Die Musik des Erich Zann startet man in den Cthulhu-Mythos des amerikanischen Autors. In der Gruft hingegen kann als unheimliche Erzählung auch alleine stehen. Ebenso Das Bild im Haus, auch wenn hier wieder die typischen Motive Lovecrafts eine Rolle spielen. Mein persönlicher Highlight ist die mir bisher bekannte Kurzgeschichte Der Tempel, eine klaustrophobische Geschichte auf einem U-Boot im Zweiten Weltkrieg, die leider durch das beinahe schon obligatorisch phantastisch-nebulöse Ende zum Schluss hin abfällt. Mit Jäger der Finsternis und Träume im Hexenhaus wird das Hörbuch durch zwei Klassiker abgerundet.
Neben der erneut souveränen Leistung von Erzähler David Nathan soll diesmal besonders Musikus Andy Matern finden, der diesmal wirklich geschafft hat, die Stimmung der Geschichten auch mit seiner Musik einzufangen. Perfekt wäre es aber erst dann, wenn Sprecher und Musik auch in jeder Situation harmonieren. Dies ist leider nicht der Fall. Dennoch erneut ein schönes Stück für die private Lovecraft Sammlung.