Vor ziemlich genau einem Jahr konnt das schwedische Trio Hellsongs mit seiner Debüt-E.P. “Lounge” unserem Redakteur Torsten Schlimbach wahre Begeisterungsstürme entlocken und auch der Rest der Reaktion lechzte bei Youtube nach Material dieser Combo, die bekannte Metal-Klassiker in mächtig entspanntem Feeling und ungewöhnlicher Instrumentierung neu interpretiert. Kein Wunder, dass der erste Longplayer des gemischten Dreiers mit Spannung erwartet wurde.
Nun ist er endlich da, hört auf den schönen und passenden Namen „Hymns in the Key of 666“ und bietet neben den von der E.P. bekannten „Run to the Hills“ (Iron Maiden) und „Paranoid“ (Black Sabbath) acht neue Coverversionen im instrumentalen Gewand aus Akustikgitarre, Tambourine, Piano und der fragilen Stimme der Sängerin Harriet Ohlsson. Darunter wirklich abgefahrene Versionen von beispielsweise „Symphony of Destruction“ (Megadeth), „Seasons in the Abyss“ (Slayer – ganz großes Tennis!), „We’re Not Gonna Take It“ (Twisted Sister) und „Princess of the Night“ (Saxon) und auch das redaktionsintern mit riesiger Begeisterung aufgenommene „Thunderstruck“ von AC/DC. Musikalisch gibt es hier zu keiner Zeit einen Ausfall zu verzeichnen und auch im Bereich Verpackung stimmt hier alles: Ein feines Digipack (die Freude eines jeden Sammlers) mit humorigem Cover und der Umwelt zu Liebe das Ganze noch aus zu 100% biologisch abbaubaren Material hergestellt.
Fazit: Auch in voller Albumlänge präsentieren sich Hellsongs mit „Hymns in the Key of 666“ so souverän und locker, wie sie es mit ihrer E.B. „Lounge“ bereits angedeutet haben und drücken dem alten Thema Coversongs einen ganz neuen und vor allem eigenen Stempel auf. Musik, die in jede gut sortierte Metal-Sammlung gehört! 12 Punkte!
Myspace Hellsongs