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Hell-Patrol: Das Grauen vom Campus (Gig 1)

(Hörfabrik)

Autor: DJ / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Hell-Patrol Das Grauen vom CampusInhalt: Die meisten Studenten besuchen die Uni um zu lernen, einige um zu feiern und die wenigsten um dort zu … sterben. Als für die Jungs von Hell-Patrol ein neues Semester beginnt, ahnen Raffael, Peter, Oliver und Max noch nicht in welch unglaubliche Ereignisse sie bald geraten werden. In der Nacht ereignet sich ein grauenhafter Mord auf dem Campus und der Tipp eines alten Bekannten führt Julia, Denise und die Jungs zu dem geheimnisvollen Magnus, der ihnen eine unglaubliche Geschichte zu erzählen hat und sie auch noch um einen gefährlichen Gefallen bittet. Da schlägt das Monster wieder zu und hinterlässt eine blutige Spur. Werden die Freunde das Grauen auf dem Campus stoppen können?

Kritik: Die Hörspielserie für alle Abrissbirnen aus dem Metal Mucke Lager geht in die zweite Runde. Nachdem die Mosh-Studis der Band Hell Patrol ihren Ausflug ins Maisfeld überlebt haben, stossen sie auf das Uni Grauen, welches erst dem Campus-Penner und kurz darauf der Hochschulputze Leber und Milch bei lebendigem Leibe entfernt. Was sich anhört wie Rolf Eden der sich Ersatzteile beschafft, entpuppt sich als kriechender Horror mit feiner Nase. Gottlob trifft die Gruppe ihren Professor X., der zwar körperlich gehandicapt, aber dafür finanziell und geistig auf der Höhe ist. Untermalt von tiefer gestimmten Gitarren und gurgelnden Sängern begibt sich die Truppe im Rahmen der Uniparty auf Dämonenjagd.

Pandoras Play lässt grüssen. Auch die Hörfabrik macht nun Germanistikstudenten und zukünftige Ingenieure zu Helden, der so genannte Anti-Anti-Effekt. Spannung zieht die Geschichte aber nicht daraus, es ist vielmehr der Unglaube, der einen an die Geschichte bindet. Dazu gesellt sich natürlich auch der Plot, der unfreiwillig komisch ist. Dazu gehört auch, dass man als Hörer,wie schon in der ersten Hell-Patrol Folge, längst den Durchblick hat, während die Protagonisten immer noch deppernd im Dunkeln tapsen. Da zeigt sich wieder: Metal machen macht blöd, Metal hören bildet. ;-)

Die Sprecherleistung ist durchschnittlich, keine Laien, keine Profis. Einige witzig gemeinte Figuren erinnern an alte, schale Ottowitze. Die Musik gefällt, passt aber nicht immer zu den Szenen. Etwas mehr Bandbreite hätte der Atmosphäre gut getan. Von der Band The Tinkertoys hätte man sogar gerne mehr gehört als nur den einen Bonustrack.

Fazit: Auch die zweite Folge aus der Feder von Judas Priest-Fan Marcus Görner (Hell-Patrol, Nightcrawler) kann nicht vollends überzeugen, aber auf ihre Art unterhalten. Wer bei den Studenten von den Schattensaiten Horror, Rock’n'Roll und Exzesse vermisst, sollte es mal mit den BaFÖG-Beziehern der Hell-Patrol versuchen. Bin trotz der Defizite gespannt auf die nächste Episode.

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