Mit „Der Schorfopa“ geht Heinz Strunk nach „Mit Hass gekocht“ in die zweite Runde seiner zwischen 1995 und 2007 produzierten Kurzgeschichten und schließt damit diesen Zyklus auch final ab. Schade einerseits, denn auch vorliegende Folge der Mini-Reihe versteht es wieder einmal bestens zu amüsieren und unterhalten, andererseits bedeutet das Ende der Kurzgeschichtenreihe sicherlich nicht das Ende des Strunk’schen Humors und so wird hier sicher auch in Zukunft weiterhin ansprechender Humor produziert.
Aber was beschäftigen wir uns mit Zukunftsmusik, an dieser Stelle sollte dann doch erst einmal das Hier und Jetzt zählen, und das hat einiges zu bieten. Nämlich 27 äußerst kurzweilige Stücke, in denen Herr Strunk wie gewohnt wieder einmal sämtliche Rollen spricht (man ist sogar geneigt zu sagen ‚verkörpert’), und bei denen es oftmals schwer fällt, Fiktion von Realität zu unterscheiden. Schwer ist diese Unterscheidung oftmals deshalb, weil Heinz Strunk dahin geht, wo es weh tut, und einem mit seiner bösen Realsatire häufiger Situation karikiert, die man selbst mit Sicherheit so oder zumindest so ähnlich schon einmal erlebt zu haben glaubt.
Fazit: Freunde bösen oder gar bitterbösen satirischen Humors kommen auch beim zweiten Teil der Strunk’schen Kurzhörspiele auf ihre Kosten. Und dass eingefleischte Heinz Strunk Fans bei „Der Schorfopa“ zugreifen sollten, ja sogar müssen, versteht sich eh von selbst. 9 fiese Schorfkrusten!
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