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Hank Shizzoe & The Directors: Headlines

(Blue Rose/Soulfood)

Autor: schlimm / Wertung: 9 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher 2 Kommentare

Hank Shizzoe & The Directors HeadlinesHank Shizzoe hört man seine Herkunft und seine Heimat ganz sicher nicht an. Wüsste man nicht, dass der Mann Schweizer ist, dann könnte man es kaum glauben. Seine musikalische Sozialstation und seine Wurzeln hat er jedenfalls ganz tief aus und im amerikanischen Raum. Folk, Rock, Country und jede Menge Blues verarbeitet Hank Shizzoe in seinen Songs. Diese ganze Mischung einmal gut gerüttelt und durchgeschüttelt und fertig ist schönster Roots-Rock. Zumindest war dies bisher so und gerne wurden dann Vergleiche mit J.J. Cale, Ry Cooder, Mark Knopfler oder Bob Dylan gezogen.

Keine Angst, auch auf „Headlines“ bleibt sich der Mann treu. Fans werden begeistert sein und dürfen ein weiteres Kleinod aus dem Hause Shizzoe im heimischen CD-Player begrüßen. Auch hier gibt es wieder jede Menge Songs die der bisherigen Tradition von Thomas Erb, wie der Mann eigentlich heißt, folgen. Der Multiinstrumentalist brilliert auch hier wieder an einem Haufen Instrumente, angefangen bei der Gitarre und Lap Steel, über die Ukulele, hin zum Banjo und zur Bouzouki. Der gute Herr Erb weiß schon ganz genau was er da anstellt. Nicht selten vergisst man als Zuhörer, dass man es eben nicht mit einem musikalischen Output von Mark Knopfler zu tun hat, so ähneln sich nicht nur die Musik, sondern auch die Stimmen und dies ist durchaus als Kompliment gemeint. Ansonsten ist alles wie gehabt, natürlich auf höchstem Niveau. Vom sonnigen Albumopener „Are We There Yet“, über das rockige und bluesige „Hey Now Say Now“, zum traditionellen „Yea!Heavy And A Bottle Of Bread“ und dem ruhigen „Out Of Control“ ist die Spannbreite und Palette mal wieder sehr abwechslungsreich. Hier machen es die Nuancen, die nicht nur die einzelnen Tracks unterscheiden, nein die auch so manchen Genre-Kollegen von Shizzoe alt aussehen lassen.

Fazit: Vielleicht ist „Headlines“ mit etwas über einer Stunde Spielzeit ein kleines bisschen zu lang geraten. Ansonsten ist alles wie gehabt und das ist im positiven Sinne zu verstehen. Bisher agierte Shizzoe immer auf höchstem Niveau und auch mit seinem neusten musikalischen Werk schafft er es spielerisch daran anzuknüpfen. Was will man mehr? Stellt sich nur die Frage, was man sich bei dem absolut hässlichen Cover und Booklet gedacht hat, das kann man ja nur mit Sonnenbrille betrachten, aber gut, die Musik ist über jeden Zweifel erhaben.

2 Comments »

  1. Das Album bekommt von mir 15 von 12 Punkten… Was man bei Marc Knopfler schon seit längerem vermisst, bekommt man hier und erst noch besser: “Flash In The Pan” hätte Knopfler selbst nie so hinbekommen - schlicht grossartig!
    Aber auch die Text sind einmal mehr nicht ohne, hier sei speziell auf das bitterböse und amerikakritische “Hey Now Say Now” hingewiesen. Auch als Songwriter verdient Shizzoe Bestnoten. Gesanglich ist er auch top, gerade in den ruhigeren Songs.
    Mein Fazit: Vorbehaltlos ein Meisterwerk!

    Comment by Klang — September 13, 2007 @ 6:35 pm

  2. Sehr geiler Tipp. Von mir auch 15 Punkte !

    Comment by tonebaker — January 7, 2008 @ 7:43 pm

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