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Gruselkabinett: Das Bildnis des Dorian Gray (36/37) TIPP
(Titania Medien)


Autor: DJ / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

gruselkabinett-dorian-grayMit Das Bildnis des Dorian Gray belegen Titania Medien erneut, dass sie selbst schweren Literaturstoff mit Leichtigkeit zu vertonen vermögen. Und komplexe Erzählungen für jedermann zugänglich gestalten können. Wenn man Ihnen bei der Vertonung der Oscar Wilde Vorlage einen Vorwurf machen muss, dann den, dass diese Geschichte nur bedingt in die Reihe Gruselkabinett passt. Auch wenn sie sicherlich phantastische Momente und Elemente der Schauerliteratur enthält.

Doch tatsächlich ist die Geschichte um den jungen, eitlen Dorian Gray eher ein Sitten- und Moralgemälde der viktorianischen Zeit, ein Streifzug durch die Oberschicht der englischen Gesellschaft zu jener Zeit und schließlich auch ein Psychogramm nicht nur des Protagonists sondern auch der ihn direkt beeinflussenden Personen, den Maler Basil Hallward, dem Dandy LordWotton und der Schauspielerin Sibyl Vane. Wer klassische Monster der Gruselliteratur erwartet, wird sicherlich enttäuscht. Auch wenn die Geschichte von einem Monster handelt.

Erneut gut besetzt bis in die kleinste Rolle, das ist man aus dem Hause Ttania Medien gewohnt und das bekommt man auch hier geboten. Hervorheben kann man sicherlich drei Stimmen: David Turba als Dorian Gray, Tom Vogt als teuflischen Verführer Lord Cotton und Kristine Walther als naive, verträumte Schauspielerin Sibyl Vane.

Wie gesagt: Gutes Hörspiel in der falschen Reihe, in der es zukünftig gerne auch wieder gruseliger zugehen darf.

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