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Grusel Kabinett: Der Hexenfluch (21)

(Titania Medien)

Autor: DJ / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher 1 Kommentar

Grusel Kabinett Der Hexenfluch 21Inhalt: Der Rachedurst des Geistes einer auf dem Scheiterhaufen verbrannten Hexe ist auch nahezu dreihundert Jahre später noch nicht gestillt. In einer Halloween-Nacht im Amerika der 1960er Jahre sehen sich die letzten Nachkommen des Hexenjägers, zwei pensionierte Lehrerinnen, einer tödlichen Gefahr gegenüber …

Kritik: Der Wintereinbruch macht auch vor dem Leverkusener Label Titania Medien nicht halt, denn mit der nun schon 21sten Folge Der Hexenfluch kommt man ganz schön ins Rutschen. Und kann gerade noch verhindern, unsanft auf dem Allerwertesten zu landen.

Die Geschichte von Per McGraup um die zu unrecht verbrannte Katrina van Kampen (gesprochen von Cathlen Gawlich) leidet nicht nur unter einer recht einfallslosen, langatmigen Erzählung, deren Ende man ohne hellseherische Gabe voraussehen kann, sondern auch an der schwachen Dramaturgie und dem penetranten Spiel der Hauptdarsteller. Marianne Wischmann und Edith Schneider funktionieren zwar als Abigail und Emily Harper, aber spätestens nach einer halben Stunde schmerzen die unsympathischen, hysterischen Figuren (vor Allem Emily Harper) in den Ohren.

Auch wenn der Rest der Produktion stimmt, so erreicht man mit dieser Folge nur Durchschnitt, der an schwächere Folgen der Serien Die Psi-Akten oder John Sinclair erinnert. Braucht man nicht zu kaufen, kann man sich schenken (lassen).

1 Comment »

  1. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie der Rezensent zu der Einschätzung kommt, die Erzählung von Per McGraup sei einfallslos und langatmig. Zugegeben, man kann das Ende vorhersagen, aber welcher Gruselstory kann man das nicht? Zumindest eine Ahnung hat man immer, zumindest wenn man über ein Quentchen Phantasie verfügt. Die Dramaturgie ist alles andere als schwach, sondern in gewohnter Titania-Manier. Sprecher, Musik und Geräusche harmonieren gut. Wenn der Rezensent die beiden Hauptfiguren als penetrant bezeichnet, hat er Recht. Dennoch: Meiner Ansicht nach ist das volle Absicht und muss auch so sein. Es sind nun mal zwei “alte Tanten” und dass diese möglicherweise nerven, gehört dazu. Darüber hinaus ist mir die Charakterisierung beider Hauptfiguren durch den Rezensenten als “unsympathisch” und “hysterisch” zu allgemein. Die beiden Schwestern sind sehr unterschiedlich. Auf Emily Harper trifft zweifellos das Adjektiv “hysterisch” zu - die Sprecherin Edith Schneider bringt diese Eigenschaft ihrer Rolle hervorragend rüber. “Unsympathisch” ist mir nur Abigail Harper - unverwechselbar und auf den Punkt gesprochen von Marianne Wischmann -, weil sie hinterhältig, böse und schmierig wirkt. Schmerzen verursacht allerdings keine der beiden Protagonistinnen. Freilich haben wir es hier nicht mit einer “romantischen” Gruselstory zu tun, sondern mit einer neuzeitlichen. Zugegeben, es gibt bessere Hörspiele aus der “Gruselkabinett-Reihe”. Dennoch bleibt Titania-Medien ihrer Maxime treu und liefert auch hiermit ein gutes, unterhaltsames und spannendes Hörspiel ab. Von eklatanten Schwächen, Langeweile oder gar Langatmigkeit kann hier meines ERachtens jedoch keine Rede sein.

    Comment by Sven — December 21, 2007 @ 2:05 pm

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