Green Concorde aus Dänemark hört man deren Herkunftsland nicht an. Nein, eher haben sich die Jungs den etwas düsteren Klängen verschrieben. Deutliche Anleihen hört man hier zu den Editors oder Interpol und über allem schweben Joy Divison. Vereinzelt gesellen sich noch Sonic Youth dazu und fertig ist das Debütalbum. Vom Label wird die Geschichte übrigens als klaustrophobischer Indierock beschrieben. Was für eine Umschreibung, aber nicht ganz untreffend. Im Gegenteil, je öfter sich die Scheibe im heimischen Player dreht umso mehr kann man dem zustimmen. Hier treffen immer wieder wunderschöne Songstrukturen und Melodien auf zerstörerische Disharmonien. Einfach machen es einem die Dänen damit nicht, aber es handelt sich ja hier auch nicht um Hintergrundberieselung, sondern um Musik die erarbeitet werden will. Gitarrenklänge sind zumeist dezent zu vernehmen und wenn, dann eher im britischen Stil. Insgesamt ist dabei eine sehr spannende Geschichte raus gekommen, die vom ersten bis zum letzten Ton fesseln kann, sofern man sich denn darauf einlassen kann. Ich für meinen Teil kann das nur bedingt, da manches auch etwas eintönig ist. Als Fazit kann man festhalten, dass es sich hier um ein durchaus hörenswertes Erstlingswerk handelt, welches noch Potenzial nach oben bietet. Das ist aber auch gut so, wäre ja schade, wenn die Band direkt mir ihrem Einstieg ins Musikgeschäft das gesamte Pulver verschossen hätte. So ergibt das in der Summe runde 7 Punkte.
Rezensionen > Kurz beleuchtet
Green Concorde: Ten Cities
(Pop-U-Loud/Pias/RTD)
Autor: schlimm / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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