Schon wieder ein Gov´t Mule Album? Wann nehmen die das nur alles auf, sind die Jungs nicht auch unermüdlich auf Tour? Erst letztes Jahr gab es das feine „High Mighty“ Album für die hungrige Fanschar. Hinter der Band stehen die beiden Allman Brothers Jungs Warren Haynes (Guitar, Vocals) und Allen Woody (Bass) und Drummer Matt Abts. Unterstützung holten sie sich nun bei Danny Louis an den Tasten, Trompete und der Gitarre. Gegründet wurde die Band 1994 und seit dem beackern sie ein Feld irgendwo zwischen Hard- und Southernrock.
Nun gibt es also schon wieder Nachschlag in Form von zum Großteil Dub- und Reggaemixen Gov´t Mule Songs wie auch von den Rolling Stones („Play with Fire“) oder Al Green ("I´m A Ram"). Mal ist die ganze Geschichte hier äußerst geglückt und fetzt richtig druckvoll aus den Boxen, wie eben bei „I´m A Ram“, aber leider eben nicht immer. Auch „Rebel With A Cause“ funktioniert im Reggaegewand ganz vorzüglich. Wer sich allerdings so eine Dubsoße wie „Horseflies“ anhören soll, ist mir schleierhaft. Da ist wenigstens „The Shape I´m In“ musikalisch wertvoll und macht mit seiner schwülen Atmosphäre richtig Spaß. Leider wechselt sich das dann wieder mit einer fürchterlichen Version von „Play With Fire“ ab. Da nützt es auch nichts, dass hier mal kurz Bob Marley eingestreut wird. So zieht es sich mal großartig, dann wieder quälend lang hin, bis schließlich nach 67 Minuten mit „Plasticine Era“ die Lichter ausgemacht werden.
Fazit: „Mighty High“ ist sicher nett gemeint, aber nett gemeint ist nicht unbedingt nett gemacht. Vieles hier wäre durchaus verzichtbar gewesen. Was bleibt, sind die großartigen Momente, die es hier durchaus gibt und die zeigen, dass die Jungs schon eine Ausnahmestellung im Musikgeschäft einnehmen und von Kritikern wie auch Fans gleichermaßen geliebt werden. Nehmen wir diese Platte hier einfach als Spielerei für zwischendurch und wenn man die Skip-Taste zu nutzen weiß, dann ist „Mighty High“ sogar eine richtig gute Platte, aber eben auch nur dann!
So sorry, aber Allen Woody weilt leider schon seit einigen Jahren nicht mehr unter uns. Die durch seinen Tod entstandene Lücke wurde etwa 2002/2003 durch den Bassisten Andy Hess gefüllt, nachdem die Band zuvor zahlreiche prominente Basser als Gastmusiker bei Livesets und Studioaufnahmen ‘getestet’ hatte. (u.a. : John Entwistle ).
Vielleicht sollte man die Skip - Taste beim verlässlichen recherchieren ein paar mal weniger drücken! Greetings ;=) Donnie,021107.
Comment by Donnie — November 2, 2007 @ 9:51 am