God Fires Man aus New York City scheinen ziemlich wütend zu sein. „Life Like“ lässt jedenfalls darauf schließen, denn die neue Scheibe ist laut und heavy. Das Klangbild ist ebenfalls entsprechend dicht und die Produktion recht fett. Aufgenommen wurden die neun Songs Anfang 2009 unter den Fittichen von Alex Newport. Muss man die Band im Auge und Ohr haben? Mann muss!
Schon der Opener „Kill The Pundits“ kommt ohne Umschweife druckvoll auf den Punkt. Die beiden Gitarristen und Sänger Arthur Sheperd und Joseph Grillo schreien sich die Seele aus dem Leib und Drummer Drew Thomas prügelt sich durch den Song, als wenn es kein morgen mehr geben würde. Bassist John Wilkinson folgt ihm mit einem amtlichen Brett. „The Archetype“ ist etwas ausgefeilter arrangiert worden und besticht mit einigen Tempowechseln. Neu ist das zwar alles nicht und vor zehn Jahren wäre das auch schon nicht mehr als der neuste Schrei durchgegangen, aber Spaß macht die Kiste trotzdem.
Bei „It´s Always Late“ punkten Gor Fires Man mittels einer düsteren Atmosphäre, die ausgerechnet vom Bassspiel ausgeht. „Procreating Atheists“ erinnert anschließend sogar an The Deftones. „A Billion Baloncies Facing The Sun“ ist dann sogar eine faustdicke Überraschung. Die ruhige Grundstimmung und der langsame Spannungsaufbau steigern sich schließlich zu einem Klanggewitter. Dagegen kann das altbackene „The Future Is Old: Obey The Past“ nicht anstinken. Da gefällt das mystische und epische „Training Bullets“ um Längen mehr. „I´M (Worth) More Dead Than Alive“ ist zwar recht nett, aber der letzte Höhepunkt der Scheibe ist tatsächlich der Schlusssong „Let E´m Burn“.
Fazit: God Fires Man machen nichts, was man nicht schon kennen würde. „Life Like“ macht trotzdem eine Menge Spaß. Das dichte, düstere Klangbild wurde auch von der Produktionsseite sehr schön in Szene gesetzt. Wütend und heavy sind God Fires Man, die zudem wissen, was sie da mit ihren Instrumenten veranstalten. Man muss ja nicht immer den Innovationspreis gewinnen.
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am Montag, den 22. Juni 2009 um 12:16 Uhr veröffentlicht
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