Tja, da waren es nur noch drei. Egal wie man nun zu Steve Hackett steht oder nicht, auf diesem Album hier wird er schmerzlich vermisst. „…And Then There Were Three“ ist im Grunde auch nicht mehr als ein Übergangsalbum. Auch wenn viele alte Fans dieses Werk heute verklären ist es über weite Strecken doch einfach nicht gut.
Steve Hackett und seine Gitarrenarbeit fehlen an allen Ecken und Enden. Mike Rutherford alleine ist damit für den Moment, sprich bei diesem Werk, komplett überfordert. Manchmal kann man sich schon die berechtigte Frage stellen, ob er überhaupt mit von der Partie ist. Phil Collins ist noch nicht da angekommen, wo er in den 80ern landen wird und noch auf der Suche. Tony Banks scheint hier noch die treibende Kraft zu sein und dominiert das Album mit seinem Keyboardspiel. Der Mann weiß zwar, was er mit seinem Tasteninstrument anstellen kann, manchmal ist es aber einfach zu viel des Guten. Die Keyboards sind hier das dominierende Elemente und stellen alles andere in den Schatten. Der Sound ist auch ziemlich glatt, man könnte auch platt sagen. Insgesamt fischt die Band in zu vielen seichten Gewässern. Natürlich gibt es auch hier wieder fantastische Songs wie die Ballade „Many To Many“ oder aber auch Nummern wie „Burning Rope“, „Snowbound“ und ganz besonders „Deep In The Motherlode“.
Fazit: Insgesamt gesehen ist „…And Then There Were Three“ ein eher ein mittelmäßiges Album. Die Band muss sich erst sortieren und ist nach dem Weggang von Steve Hackett auf der Suche nach einer eigenen und neuen Identität und dies hört man dem von Tony Banks dominierten Album auch deutlich an.