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Generation 6: Gabriel (Chapter 6)

(Nuebbelitá/Hörfabrik)

Autor: DJ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Generation 6 GabrielInhalt: Generation 6 hat sich verändert. Alex und Dr. Marrow finden sich nach ihrer Rückkehr auf einer Militärstation wieder. Die "Space Force" hat die Macht über die Erdallianz an sich gerissen. Die ehemailigen Ausbildungsstationen sind isoliert und liegen im Krieg mit den neuen Machthabern. Zudem muss Alex feststellen, dass Imiko verschwunden ist und ein anderes Mädchen ihren Platz in seinem Leben eingenommen hat: Amanda, seine Ehefrau. Alex und Dr. Marrow stellen schnell fest, dass sie in einer Parallelwelt gelandet sind. Und der Realitätswechsel scheint sich in Zyklen zu wiederholen. Noch bevor Alex und Dr. Marrow dem Phänomen auf die Spur kommen können, werden sie zusammen mit Amanda und deren Freundin Shirin von einem weiteren Realitätsstrudel erfasst… Die vier Gestrandeten müssen sich nicht nur ihren Ängsten stellen sondern auch einem gottgleichen Wesen, das auf der entvölkerten Raumbasis die Herrschaft übernommen hat: Dem Engel Gabriel!

Kritik: Aus, vorbei, Infektion war kein Ausrutscher, Generation 6 ist nicht mehr Generation 6, Erik Albrodt hat keinen Bock mehr auf Soap im All, auf wirre Intrigen, Bums durch alle Betten und Big Brother in Kabine 3. Erik Albrodt hat das Fach gewechselt und macht nun seriöse Science Fiction.

Mit einem weinenden Auge tragen wir die Seifenoper Generation 6 zu Grabe und freuen uns über Generation 6 im Abendprogramm, irgendwo zwischen RTL2, ARTE und ZDF irgendwann ab 0:00 Uhr, wenn da die guten Filme kommen.

Gabriel scheint der endgültige Wendepunkt in der Serie zu sein, weg von der trashigen SciFi-Serie hin zur Reise in ferne Zeiten und Galaxien, wo alles möglich, wo alles drin ist. Erik Albrodt hat sich mit seinen Zeitverschiebungen und Parallelrealitäten eine Tür aufgestoßen zu unendlichen Geschichten, wo alles passieren kann und dennoch nichts wirklich ist. Auch wenn er Gefahr läuft, dass die Spannung irgendwann auf der Strecke bleibt: Denn wenn im negativen Sinne alles möglich ist, so ist es dies auch im positiven. Was heute tot ist, ist morgen lebendig wie nie.

Aber Gabriel zeigt, dass das Konzept (noch) funktioniert. Es macht Laune, den Phantasien des Autors zu lauschen. Und daran können inzwischen auch die Amateure und Semi-Professionellen an Bord nichts mehr ändern. Denn die sind nun auch warm gelaufen, allen voran Christopher Albrodt, der seine Sache diesmal richtig gut macht.

Aber klar, das hier ist kein Perry Rhodan, in der Liga spielt man (noch) nicht. Aber für ein kleines Label wie Nuebbelitá hat die Serie nach nur sechs Folgen eine erstaunliche Entwicklung hinter sich. Und ich kann inzwischen ohne jegliche Ironie sagen, dass ich mich über jede neue Folge freue.

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