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Frontside: Twilight of the gods - A first step into mental revolution

(Dockyard1)

Autor: R@Z€ / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Frontside - Twilight of the gods - A first step into mental revolutionAus Polen kommen mittlerweile ne ganze Menge cooler und fähiger Hartmetallmusikanten. Mit Behemoth, Decapitated oder Vader ist die Death Metal-Schiene im Slawenländle recht gut bestückt. Das jetzt neuerdings auch Core-Acts aus dem Land der Feldbewohner kommen ist mir neu. Mit Frontside haben sich Dockyard1 allerdings eine smarte Combo an Land gezogen, welche die vom Was-weis-ich-Core geschundenen Ohren wohltuend erfreut. Die Gitarristen Demon und Daron (wahrscheinlich A-Hörnchen und B-Hörnchen) bieten eine Menge korrekter Death Metalriffs, die von der Rhythmusfraktion bestens in Szene gesetzt werden und auch Sänger Auman legt Wert auf Abwechslung indem er zwischen Growl und Shout sowie Emo-Chorus hin und her pendelt. Dabei erinnert er nicht selten an Zoltan und den Overdose-Sänger (aus Brasilien -kennt die noch jemand?-). Das Ektomorfartige “We are destined” z.B. überrascht zum Chorus hin mit melodiösen Cleangesang, “Hurrican” dagegen schlägt erstmal hardecoremäßig in die Fresse, bevor nach kurzem geblaste erneut die Melo-Stimme ausgepackt wird und der Rausschmeißer “Exhaling final breath” knallt wie eine Thrashgranate mit einem feinen Gitarrensolo und saftigen Licks. Somit wären die drei bis acht Eckpunkte des Fontside-Sounds geklärt. Alles in allem ein deftiges und interessantes Album, mit dem die Polen hier vorstellig werden und zwischen Ektomorf-Groove und Schwedentod- bzw. Bolzenschmeißer-Riffs pendeln. Also weder Hard- noch Hüpf- noch eindeutig Metalcore, daher kann ich den negativen Touch anderer Internet-Reviews auf keinen Fall nachvollziehen, gerade bei Knaller-Songs vom Kaliber wie “Absolution hour”(Dampfwalze), “Appeal for forgiveness”(erinnert beim Chorus an “A bid Farewell” von Killswitch Engage) oder “Messiah syndrome”. Wenn schon Behemoth (O-Ton “furchteinflößende Band”) und Decapitated (O-Ton “frisch und kraftvoll”) große Stücke auf die Landsmänner halten, und die Platte auch noch nach meinem Helloween-Lieblingssong benannt wurde, was soll da noch schief gehen.

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