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Forever Slave: Alice’s Inferno

(Armageddon Music / Soulfood)

Autor: Katze / Wertung: 3.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Forever Slave - Alice’s InfernoInhaltsangabe: “Alice’s Inferno” erzählt die Geschichte eines Teenagers. Alice ist angeklagt, ihre Eltern getötet zu haben, und wird in die Psychiatrie eingewiesen, da man sie mit einem blutigen Messer in der Hand neben den Leichen stehend fand. Im Irrenhaus erinnert sich Alice jedoch an nichts. Deswegen muss sie nun durch ihre eigene Hölle gehen, um die Wahrheit kennen zu lernen… durch ihr Unterbewusstsein! Selbstmord, Gewalt, Liebe, dunkle Atmosphären, das verlorene Paradies der Drogen, Trauer und purer Romantizismus wechseln die Stimmung von Komposition zu Komposition. (original aus beigelegtem Presseinfo) Auch wenn es obige Inhaltsangabe vielleicht erst einmal vom Schluss her nahe legt, es handelt sich hier nicht um eines der von Herrn Janßen so sehr geschätzten Hörspiele, sondern um ein Konzeptalbum. Was sich aber schon von der klischeebehafteten Story her liest, wie ein schlechter Film, wird eigentlich nur noch von der musikalischen Umsetzung unterboten. Und da nützt es auch gar nichts, dass hier eine Kunststudentin und Gothic-Sängerin (ist das eigentlich inzwischen ein Ausbildungsberuf?) namens Lady Angellyca zusammen mit einem mir gänzlich unbekannten Gitarristen namens Servalath zusammen am Werk ist, in der festen Absicht, eine spezielle musikalische Fusion aus weiblichen Gothic Vocals mit hartem Gitarrensound und einer großen Portion orchestraler Elemente zu schaffen, die sich dann allesamt zu einem dramatischen Konzept verbinden. (so stehts zumindest ebenfalls im Presseinfo geschrieben) Das nützt deswegen nichts, weil zwar vielleicht die weiblichen (allerdings mächtig dünnen, aber das muss vielleicht so sein?) Gothic Vocals vorhanden sind, man nach dem harten Gitarrensound aber die ganze Zeit über ziemlich vergeblich sucht, weil der Herr Servalath ein eher unbefriedigendes, dünnes Brettchen vor sich herschiebt. Auch ist die Idee der orchestralen Dramatik nicht unbedingt neu, woran man sich jetzt nicht stoßen müsste, aber im Vergleich zu Forever Slave fallen mir auf Anhieb mindestens 10 Kapellen ein, die diese Elemente wesentlich besser, zwingender und vor allem druckvoller eingesetzt haben. Tut mir leid, aber da rettet auch die Produktion von Lars Ratz in seinem Tornado Studio / Mallorca nichts mehr. Einzig positiver Lichtblick auf der CD ist Lady Angellyca herself, die jedes freie Fleckchen der CD nutzt, um in nett anzuschauenden Lack und Leder Dessous zu posieren, aber die Devise „Sex Sells“ gilt in meinen Augen nicht immer. Fazit: Es mag durchaus Leute geben, die an „Alice’s Inferno“ Gefallen finden mögen, aber mir persönlich klingt das, was Forever Slave hier abliefern, zu ausgelutscht, zu langweilig und vor allem zu dünn. Da gibt es deutlich bessere Releases in diesem Bereich, für die man seine sauer verdienten Kröten über die Ladentheke schieben kann. 3 Dünnbrettbohrerpunkte!

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